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Herzlich willkommen auf meiner Homepage, ich heisse Robert und lade Sie herzlichst ein zu Unterhaltsamem, Informativem und Wissenswertem. Gerne nehme ich Anregungen entgegen; auch für Kritik bin ich dankbar

Leckeres für die Pause sind bei den Herbstkursen aus frisch geernteten Tomaten raffiniert zubereitete Energiespender

wegen  Platzmangel in den Unterrichtsräumen  gabs am 30.4. " nur"  frische Tomatenbutter auf Bio Vollkorn Dinkelsaftbrot

Für Volkshochschulen gebe ich verschiedenste Kurse (s.Bild), halte Vorträge bei Gartenbauvereinen etc. und freue mich auch über Besuch in der Benediktinerabtei Schäftlarn(Voranmeldung).Wochenend -Seminare wie bisher auf Anfrage(Verpflegung allerlei aus Tomaten)

 

für das Frühjahr 2016 stehen folgende Kurse bei der VHS Wolfratshausen auf dem Programm

A 201 am Samstag 5. März 2016    Pomodore Paradeiser Liebesapfel I

A 202  am Samstag  30. April 2016 Pomodore Paradeiser Liebesapfel II

u.a.gehts da auch um historisches über die Tomate

so steht z. B. im Wiener Appetit Lexikon von 1894  folgendes:

Tomate Gold- oder Liebesapfel, in Österreich auch Paradiesapfel,im Volksmund Paradeis ,heißt die apfelförmige.stark gerippte, im reifen Zustand glänzend

rot oder gelb gefärbte Beere der Tomatenstaude, eines einjährigen Nachtschattengewächses, das wahrscheinlich eine Kulturform der in Südamerika wildwachsenden Kirschtomate mit kleiner,kugelrunder Frucht darstellt und schon vor der Ankunft der Europäer in Peru, vielleicht auch in Mexico eifrig angebaut wurde.Die Pflanze kam im 16.Jhd durch die Spanier und Portugiesen nach Europa und gelangte durch die letzteren frühzeitig nach den Molukken sowie um 1760 nach Barbados.In Süddeutschland wurde sie zu Ende des 16.Jhd vereinzelt als  seltene Zierpflanze gepflegt, in Österreich aber war sie noch 1682 unbekannt;hier ...zum Weiterlesen anklicken

 

 

 

Nach dem Kurs ist vor dem Kurs, so heißt es doch im Fußball; schon stehen die nächsten Termine bei der VHS fest.

Am Samstag 15. Oktober werden wir gemeinsam die Ernte verarbeiten, also Leckeres genießen; Themen werden sein ,Verbesserung der Pflanzengesundheit sowie des Bodens.Also Einsatz von pflanzlichen Jauchen, Hornkiesel,sowie Pericon u. ähnl.

sowie der aktuelle Anbau von Zimmer- und Pygmaentomaten, also kleinwüchsigen Sorten fürs Fensterbrett

natürlich steht aus Gründen der Biodiversität dieses Saatgut jedem Interessierten zur Verfügung(momentan solange Vorrat reicht, bis zur nächsten Ernte)

 

Comfrey - ein Kraut macht Karriere  zur Info hier anklicken

 

 

 

hier das erste Blütenfoto vom April:die kartoffelblättrige  Matina eine offenpollige, robuste Freilandtomate die bald, also nach den Eisheiligen,  auch im

Interkulturellen Garten des Gemeinschaftsgartens Wolfratshausen (auf der ehemaligen Gartenanlage der Waldorfschule im OT Weidach) gedeihen  wird.

Aussaattag war der 2. Februar; pikiert wurde am 11.März, die erste Blüte am 28. April

für diese Sorte ist eine Reifezeit (ab Einpflanzung in Topf/Container oder Freiland...meist Ende Mai) von 85 Tagen normal.Also im August wird dann Ernte sein.

Was Prof. Harry Klee von der Uni Florida zur Matina im Vergleich zur  Sorte Yellow Jelly Bean

dazu schreibt können sie hier lesen.Zusammen mit seiner Kollegin Linda Bartoshuk (erforscht menschliche  Geschmackswahrnehmung) möchten beide Aroma und moderne Kriterien zusammenführen.

 

Diese auch für nasse und kalte Sommer zuverlässige Varietät zählt ja zu den 100 besten heirloom Tomaten die Fr. Dr.  Carolyn Male, (Bericht der timesunion)ehem.Professorin für Microbiologie am College of Saint Rose in ihrem tollen Buch beschreibt. Zum Lebenswerk dieser honorigen Frau gehörte der Anbau von mehr als 4000 verschiedenenTomatensorten, sowie deren Dokumentation in Wort und Bild.Die Shaker Farm in Loudonville ist auch heute noch eine erste Adresse für bestes frisches Gemüse und der Besuch des Cafes lohnt sich allemal.

Meine Stipvisite am 20. Mai 2015 dort, [war ja an der Ostküste rauf bis zum Acadia National Park im Hancock County bei Bar Harbour, begann ja in Boston und von da aus liegt Loudonville westwärts knappe 2 Autostunden auf dem 90er highway direkt am Albany Airport, also gar nicht zu verfehlen]war lange vorher geplant und hat mich sehr beeindruckt.

 

ein herrliches Bild zur Sorte  Matina stammt aus der Fundgrube von Margot die den Tomaten Fundus ins Leben gerufen hat. Eine ausgezeichnete webside, auf der Sie sogar Tomaten Puzzle finden

 

Die Margot plant übrigens für 2017 das Lebenswerk des amerik. Tomaten Züchters Livingston via seiner Tomaten wiederzuerwecken.

Seien wir gemeinsam gespannt.Ihre tolle Recherche  zur Sorte Marmande ist ja schon so lesenswert und informativ.Danke Margot an dieser Stelle für Dein Engagement.

 

Außerdem standen heuer zur Samenvermehrung und Dokumentation an versch. Standorten folgende Sorten auf dem Plan:

Roman Candle Surprise ? Surprise halbiertGreen GiantGreen Giant halbiert

Wundern Sie sich nicht über viele grünfarbige Früchte heuer, das hat seinen Grund!!

hier aber eine noch grüne Frucht der Bawole Serdse auch Serdste Buivola genannt wurde im klimatisch eher nicht so günstigen Brandenburg zur Reife gebracht.Saatgut kann jederzeit angefordert werden

die außergewöhnliche Buratinoist eine herrliche orange Sonderform

eine ebenfalls orange, in Eiform habe ich für UWE kultiviert und Samen abgenommen

eine wahrliche Riesentomate ist bei Astrid in Jevenstadt gewachsen, die Anna Margareths Heart bringt zweieinhalb Pfund auf die Waage

selbstverständlich habe ich auch wegen der hohen Samennachfrage zu San Marzano Typen  wieder welche angebaut

eine herrliche Mischung hier zeigt sich was die Evolution bei Tomaten inzwischen erreicht hat.Wie wirds wohl weitergehen?

Lesen Sie doch hierzu den aktuellen Bericht der Arche Noah mit dem Titel: Bäuerliche Paradeiserzüchtung

Stichworte wie  Der Freiland-Dörrparadeiser, die Herzförmige Valenzia Selektion versprechen interessant  zu sein

 

auch bei mir gehts spannend weiter; meine 2. Reise in die Türkei heuer ließ mich am Dienstags Bauernmarkt endlich fündig werden.Neben frischen Maulbeeren und Jujube-Früchten  habe ich einen Bio-Tomatenbauern der türkischen Riviera mit herrlichen Sorten entdeckt.

hier einige im Einzelnen

 

 

 

 

 

Für 2014 und 2015 stehen wieder neue  alte Tomatensorten auf dem Programm:

Agata,Alter Kommunist, Atztek, Australien Oxheart, Benvenitos Cantina,Black Vernissage, eine Kreuzung aus Black Zebra und Black Plum, Blush, Blue Beauty, Blue Pitts, Blue Streak, Blue Wonder, Bonsai Topftomate,Brauner Sarde, Brown Sugar, Champagne Cherry, Der kleine Doktor, Dingwell Scotty, Eselstomate, Fahrenheit Blue, Florida Petit, Fuzzy Baby, Glosy Rose Blue, Handorp Green,Haselhuhn, Hassle Gul, Helsing Junction, Indian Redfield als Bodendeckertomate,Iris`s Rose, Jochatos Bolivien, Kaisergold, Kang Bing, Kozula, Lucinda, Manalucie, Medovaya Kaplya, Mr. Bruno, Noire Ronde, Oahu,Orange Jätte, Oridoko Japan, Palmwoods,Perales Milan Fernandez, Perfect Storm, Pineapple Pig, Primabella, Pinocchio, Red Shapochka, Red Stone, Rosa del Ticino, Rosella Purple, Rote Schnecke, Russian Cossak, San Miguel, Shorty, Sinister Minister, Sleeping Lady, Skykomish, Southport, Spot Yellow, Tarzan, Terv, Teufel, Thick and Fat, Wine Jug, Woolly Blue Jay, Yellow Vernissage und Zapareto

sowie aus anderer Quelle: eine noch instabile Kreuzung aus Blue P Zebra mit Green 195, Cuor di bue, Cheula Kirsch, Cerverny Fik, Charly Green, Große Rote, Glumanda, Johanns Rote, Kathis großes Herz, Leonardo, Mühls Mini, Mikado rot, Noir de Cremeer, Rote Pracht und Resa

desweiteren At Dawn, Chebros, Dedication,Erevani 14 Homestead 61, Khabarovsky Mecheast 22, Merrimental, Mini Rose, Nadia, Nemador, Pillnitzer St.XV, Pinner Plate, RICAJ, Somesan, Sprint, Stombovyj Karlik 1185, Talalichin, Tamata, Veepick und Victory

 

und aus Schweden: LAV Busk 327, Amorin, Rod Blomme, Norderas Busk, 0881 Perlina, Simo, Manapal, Polar Baby, Mikarda, Solovushka , Dina und die Golden Sweedish Beef

zum Tag der Artenvielfalt am 13. Juni 2015 werden sicher schon einige davon Früchte angesetzt haben

 

also es gibt viel zu tun; packen wirs an; suche immer gerne Mit-Erhalter....DANKE

 

Solche Individualisten  hab ich im Dschungel der Vielfalt im La Selva de la Biodiversidad

mitten im Nationalpark  Parque Natural Sierras de Cazorla Segura y las Villas  gefunden. Dort leben und arbeiten Katy + Klaus Fugmann mit ihren Kindern auf einem einsamen Bergbauernhof, sehen sich als Pioniere um die Vielfalt zu vermehren  und die Schätze von Mutter Erde zu bewahren

Von ihrer großen Tomatenvielfalt kommen jetzt einige ausgewählte Sorten hierher.Jeder kann über den link beim Namen direkt dort bestellen, oder aber ich leite Wünsche weiter.

Nenne hier ganz explizid Sorten wie: Fresa Roja Gigante = die andalusische Riesenerdbeere sowie der Fresa heirloom Pollo de Rey

                                                          Gigante del Romeral die der Ensaladera de Estefania ähnelt und von einer Schäferin stammt.

                                                          Verdes  1,8 m hoch, große, grüne Fleischtomate, rund, leicht gerippt, in reifem Zustand olivfarbig, safig, süß, leicht säuerlich.

                                                                              Roja Huevo de Adele eine leckere Eiertomate

                                                                              Domaca Lovric  Haussorte". 1,5m hoch Blockförmig, glatt, rot. Trauben mit 5-7 Früchten. Saftig, fleischig, süßlich. Sehr ertragreich.

                                                                              Anna de Iruela Max. 70cm hoh. Erdbeerform. Rosarot/dunkelpink. Riesig, über 500g.  Sehr fleischig, süß-aromatisch. Wunderschön

                                                                              Perales de Milan-Fernandez   Buschtomate,  vollrot, birnenförmig ( span. perales),  Sehr fleischig, wenig Samen, sehr guter    Geschmack, nicht mehlig, zum Einkochen. Sehr ertragreich, mind. 20 Früchte/Pflanze, üppig und gesund. Seit 2010 von Großmutter, Almeria.

                                                                              De Guardar Lorenza  Stabtomate. Haut orange rosa durchscheinend. Mittelgroß, rund. Fleisch innen dunkelrosa, sehr saftig, festes Fleisch. Mild aromatisch. Wunderschön in der Farbe. Tomate wird an Wurzel aufgehängt, zum Aufheben für Weihnachten - daher der Name - De Guardar. Alte Sorte aus der Region Jaén, wird kaum noch angebaut.

                                                                               Amarilla Canarios Stabtomate bis 1m hoch. Flachrund, dünnschalig, mittelgroß, leicht gerippt. Knallgelb. Saftig, würzig, gut für Salat. S In der Sierra seit 20 Jahren. Seit 2007 von meiner Nachbarin Paki, Schäferin.

                                                                              Cuerno De Pimiento  70-100cm hohe Stabtomate. Paprikahornförmige, große, rote Früchte. Saftig, süßlich, köstlich. Guter Ertrag. Seit 2007 von meiner Nachbarin - Schäferin Paki. Sehr alte span. Sorte, im Besitz seit über 50 Jahren.

 

Diese tollen Tomaten haben sicher Ihr Interesse genauso geweckt wie das meine.Eine pdf aller Sorten samt span. Beschreibung können Sie hier anklicken

        für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung, bzw. leite diese an Katy weiter                      

in 2016 bauen Katy und Klaus Fugmann folgende Sorten an.  hier anklicken     

Daß diese Sorten im Dschungel der Biodiversität in 2016 wachsen können, dazu gehört ganz ganz viel Engagement und tagtäglicher Fleiß            

bin mir sicher, daß Sie werte liebe Tomatenfreunde  viele Sortennamen zum ersten mal    lesen, lassen Sie sich überraschen, tauchen Sie ein in den unbekannten Dschungel!!                  

                                                         

 

 

Den Bericht des weltweiten Saatgut Tresors auf Spitzbergen /Island für 2014 können Sie durch anklicken hier abrufen

Mehr zu Svalebord können Sie hier nachlesen einfach anklicken

er wird auch schon Tresor des jüngsten Gerichts genannt

Saatgut wie immer von allen Sorten kostenlos mittels  eines frankierten  Rückkuvert

 

in 2016 wird der 18. Juni 2016 der Tag der Artenvielfalt sein; gerne bekommen Interessierte genaueren Einblick in meine Planungen und natürlich auch kostenloses Saatgut für diesen Zweck. Artenvielfalt  zu erhalten ist heute wichtiger denn je, gerade im Zeichen des Klimawandels.

 

 

Zur Erheiterung hier ein Tomaten Gedicht einfach anklicken und schmunzeln, viel Spaß wünscht der Robert

 

 

 

Seit 1999 bin ich auch mit REIKI aktiv als Meister und Lehrer.Das tut ganz nebenbei auch meinen Pflanzen gut. DAI KO MIO

Jedes Samenkorn das ich in die Hand nehme empfängt diese Energie

Im Bild die Aussaatschale von Asia Salat green in snow, einer recht kältetoleranten Sorte, die dann bis Gründonnerstag erntereif ist.

 

Für Fragen zu REIKI  habe ich immer ein offenes Ohr; gerne dürfen Sie mich per mail kontaktieren.

Fermentiere regelmäßig Mikroorganismen aus EM, erzeuge also EMa das zur Substratvorbereitung und im Gießwasser Einsatz findet.

Selber liebe ich das stille  Wasser der St. Leonhardsquelle aus Stephanskirchen und versorge so meinen Körper regelmäßig mit den wichtigsten Frequenz-Informationen; der Sen. Chef H.Abfalter ist  ein höchst kompetenter Quellenfachmann.Viel habe ich schon von Ihm gelernt, was Wasser,Artesische Quellen etc. betrifft.Sie Wissen ja, Wasser ist nicht nur für die Funktionsfähigkeit unseres Organismus unentbehrlich,sondern auch für unser Denken , Fühlen und Empfinden

Für einen Besuch der ganzjährig offenen Quelle und Kapelle geben Sie in Ihrem Navi die Adresse  83071Stephanskirchen  Mühltalweg 54  ein

 

Momentan beschäftigen mich die Themen, Biodiversität, Biofumigation, Ressourcen und Nachhaltigkeit.

welcher Begriff  passt wohl am Besten zu diesem Bild von der Reichhaltigkeit der Kartoffelernte 2013?

neu in meine schon bestehenden Ausführungen, bzw. hineinverflechten , möchte ich gerne das Wort Biophilie

es steht für eine Handlungs-Grundgesinnung die ich mir zu eigen gemacht habe, und die ich gerne weitergeben möchte.

“Biophilie ist die leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigen; sie ist der Wunsch, das Wachstum zu fördern, ob es sich nun um einen Menschen, ein Tier, eine Pflanze, eine Idee oder eine soziale Gruppe handelt.” so Fromm.

warum?

der Astronaut R.L.Schweickart erzählt beim Anblick der Erde aus Apollo 17 1972 folgendes

"Ich habe dabei den ganzen Planeten umarmt und alles Leben auf ihm, und es hat die Liebkosung erwidert"

sein russ. Kollege B. Wolynow ergänzt:

"Wenn Du die Sonne, die Sterne und unseren Planeten ansiehst, bekommst Du eine innigere Beziehung zu allem Lebendigen."

der Fotograph H. Schmitt. der blue marble der Welt geschenkt hat, meint dazu

Die Herausforderung an uns alle, ist es, diese Heimat zu behüten und zu schützen.Gemeinsam.Als Menschen dieser Erde

 

 

kurzer Auszug: Nachhaltigkeit..  das Wort Nachhalt wurde schon 1809 definiert(v.Joachim Heinrich Campes)

                            Nachhalt ist das, woran man sich hält, wenn alles andere nicht mehr hält (ein kurzer Satz doch öffnet er einen Zugang zur Tiefendimension des Wortes.Nachhalt erscheint hier als Gegenbegriff zu "Kollaps"

Inzwischen gibt es Vertreter dieses Begriffes die darüber streiten: was ist besser? starke oder schwache Nachhaltigkeit

der Gedankenansatz bei der schwachen Nachhaltigkeit, bei der es hinreicht, daß späteren Generationen entweder natürliche Ressourcen oder angemessene Substitute

, beispielsweise in Form von Human-oder Sachkapital, zu hinterlassen

Was meinen Sie, lassen sich ökonomische, ökologische und soziale Ressourcen gegeneinander aufwiegen?

sicher konnte ich Ihr Interesse wecken; ob von Seite der Tomate oder der Natur...Beides gehört zusammen......Beidem widme ich viel Zeit und Engagement.

Sehr wichtig ist mir auch Enkel Sebastian.War im Juni 2013 grade mal 3 Jahre; beim Opa im Gewächshaus gibts immer was zu entdecken, hier im Bild ist es der Meerfenchel lat. Crithmum maritimum, den es ja sonst nirgend zu sehen oder zu probieren gibt.Bei genauem Hinsehen erkennen Sie am Topfboden sowie Topfrand die weißen Ränder...das ist vertrocknetes Solesalz

In der freien Natur auf den Balearen usw. kommt die Pflanze in direkten Kontakt zum Meerwasser via Gischt.Vor Hunderten von Jahren war diese Pflanze eine sehr wichtige natürliche Vitamin C Quelle für die Seefahrer. Ihre Frauen pflückten das Kraut und legten es in Lake ein, um es  so auf den Schiffen für Ihre Männer zu konservieren.Meinem Enkel erzähle ich dann, daß vielleicht grade diese Pflanze , damals 1492 , dazu beigetragen hat, daß die Mannschaft von Cristobal Columbus(war ja Italiener in span. Diensten)nicht die Skorbut Krankheit an Bord bekamen, waren sie doch so lange unterwegs..........Opas müssen doch Märchen wissen...die manchmal nahe an der Wirklichkeit sind

ganz stolz trägt er dem Opa auch eine Tomate in Haus 3 zum Pflanzen.In ein paar Wochen wird er sie beernten, so weiß er schon im Vor-Kindergarten-Alter wo das Essen herkommt

seine im November 2015 geborenen Zwillingsgeschwister Florian Georg und Matthias Franz haben während  ihres Wachsens via meine Schwiegertochter Ines schon viel Tomaten und Sugo mitbekommen.

dank stetigem Hunger ist das Gewicht Ende Januar 2016  auch schon bei fast 10kg , beide zusammen.Weiter so...der Opa baut fleißig Gemüse an.

Von den Beiden bekommt jeder seine eigene Wildtomatenpflanze, im kommenden Ernte-Herbst also auch schon mildes Tomatenpürree..ohne Samenkerne

 

auch die Begriffsdefinierung "klimakterische Tomaten"  sowie das Gegenstück  "NICHT"klimakterische Tomaten  ist mir in 2013 ein Anliegen als Verbraucherinfo.

 

 

Die folgenden beiden Bilder, zeigen die erste Phase der Keimung.Das Samenkorn hat sich mit Wasser vollgesogen.Wichtig ist zu diesem Zeitpunkt welches Wasser zur Verfügung gestellt wird.Schon jetzt kann hier ein Fehler passieren.Passt  das Umfeld, also die Luftfeuchtigkeit und die entsprechende Wärme so bricht die Wurzelanlage (Radicula)durch die Samenschale.Sofort wird mit der Wasserversorgung begonnen.Wären jetzt im Substratbereich unnötige Nährstoffe gelöst, so würde der Keimling überdüngt.Die Verankerung im Substrat geben der jetzt sich dann streckenden Sprossachse Halt.

Jetzt beginnt  auch die Funktion von NADPH. Also das Zusammenspiel von Lichtreaktion und Dunkelreaktion.der richtige ph-Wert des zur Verfügung gestellten Wassers ist enorm wichtig.Stellen Sie dem Sämling mit energetisiertem Wasser noch zusätzlich "Informationen " zur Verfügung, so ist das optimal. In dieser Phase würde ein Zusatz von EMa sich jedoch negativ auswirken!!Der Einsatz von vitalisiertem Wasser , erreicht durch erprobte Geräte von der Firma baleari ist hier von Vorteil.

 

 

im Bld die stark behaarte Oberfläche des jungen Keimlings,Anzucht in reinem Perlite

am Hypokotyl ist die Teilung der Katyledonen in ein Paar noch fast nicht zu erkennen.

eine interessante Skizze zum Lebenszyklus der Bedecktsamer können sie hier anklicken

jetzt mache ich gerade Tests in welchem Masse und in welcher Intensität diese Härchen Informationen aus der Keim-Umgebung aufnehmen,

d. h. wie das optimale Saat-Bad konzentriert sein sollte.Über diesen Teil der Keimung gibt es noch nicht viele Unterlagen, wurde also noch nie so richtig beachtet bzw. erforscht.

Doch es existiert altes Kloster-Wissen siehe hierzu auch mein Bericht zu Humofix

welche Rolle das Wasser(insbesondere die Forschungen von Prof. Manfred von Ardenne) mit seiner biophysikalischen, sowie lebensvermittelnden Wirkung  spielt , ist ein interessantes Arbeitsfeld.

Sich mit der Materie von vitalisiertem Wasser auseinanderzusetzen  ebenfalls. Lassen Sie sich doch von der Firma baleari beraten

Es gilt ja die Aussage:  Es ist die Energie die Materie schafft und nicht umgekehrt  Hierhinein fließt auch unsere Gedanken-Energie

 

apropo Keimung , gerne schicke ich Ihnen kostenlos auf Anfrage alles rund um die Tomaten-Keimung sowie eine Tabelle sämtlicher Gemüseaussaat-Termine sowie die dazugehörigen Keimtemperaturen.

Selber beachte ich streng die Mondphasen und halte mich an die Aussaattage nach Maria Thun

Da es manchmal Fragen gibt, zu welcher der 4 Gemüsegruppen was gehört, hier kurz die wichtigsten

Wurzelfrüchte:Radieschen +Rettich,Rote Beete,Sellerie,Karotten,Schwarzwurzel,Kartoffel +Zwiebel

Blattpflanzen:Salat, Spinat, alle Kohlarten,Petersilie,Spargel,Kresse, Portulak,Tetragonia,Mangold,Rauke,Stielmus,Ruccola,

Blütenpflanzen:Sonnenblumen, SpeisechrysanthemeGemüsemalve,Calendula,

Fruchtpflanzen:Tomaten Bohnen,Erbsen,Gurke,Kürbis,Zucchini,Inka Gurke

 

für Nützliche Tips unserer Vorfahren beim Gemüseanbau klicken  Sie hier

 

eine weitere gute Informationsquelle rund um die Tomate http://de.wikibooks.org/wiki/Handbuch_Gem%C3%BCsebau/_Tomate/_Wachstumsfaktoren

 

hier in Kurzform die Erklärung einzelner Tomaten Typen:

Ciliegino so nennt man die jetzt häufig anzutreffenden Rispentomaten von kleiner Größe, meist süße Kirschtomaten

                  wenn Sie also auf einem Glas lesen Pomodorini Ciliegino, so verheißt das eine gute Qualität aus Sizilien, wo diese in Öl eingelegt, bzw. mit Fleur de Sel verfeinert und   

                  zusammen mit Chili, Basilikum Knoblauch und Oregano als manchmal halbgetrocknete Früchte sehr lange haltbar sind.

                  Darunter stellt der Typ P a c h i n o wieder eine Besonderheit dar.Salzwasser und die Region in Süditalien spielen dabei die wichtigste Rolle

                  4 Sorten sind ganz besonders zu erwähnen, weil wahre Spezialitäten anklicken und mehr wissen!!

Perino

                  diesen Namen werden die wenigsten Tomatenfreunde kennen.Die süditalienischen Perino- Tomaten sind eine Kreuzung aus kleinen, würzigen Datterino-   Flaschentomaten und süßen Kirschtomaten. Geschmacklich gelten sie als die besten Kleintomaten Italiens.Nur voll ausgereift geerntet  werden sie geschält und mit Basilikum in kalt gepresstem Olivenöl extra vergine haltbar gemacht. Eine delikate Variante sind  halbgetrocknete rote und gelbe Perino- Tomaten. Durch leichte Trocknung im Ofen kommen ihre Aromen noch konzentrierter zur Geltung. Anschließend werden sie mit wenig Salz, Oregano und Knoblauch abgeschmeckt in kalt gepresstem Sonnenblumenöl konserviert. Das fruchtig-süße Fruchtfleisch beider Sorten ist als Antipasti, in Nudelgerichten, Salaten, in Saucen oder als Bruschetta ein aromatischer Hochgenuss.Natürlich auch das Rezept mit Burrata(ital. Frischkäse aus Kuhmilch) und zweierlei Tomatengelee. Einfach in meinem  Abschnitt über Lukullus  das Rezept suchen und sich Italien auf den eigenen Tisch zaubern.Bei Volkshochschul-Seminaren eine beliebte Antipasti .

Ramato :wächst an Zweigen, die an eine Traubenform erinnern,sie ist sehr vielseitig +leicht zu schälen, besonders nach einem heißen Wasserbad;perfect für schnelle Saucen

 

San Marzano: kennt eigentlich jeder Tomatenfreund; die echte DOP  (Denominazione di Origine Protetta) wächst nur in der Provinz Salerno,hat einen sehr intensiven Geschmack sowie sehr geringen Wassergehalt(s.Wasserreduktion bei der Kultivierung).Bestens geeignet für Eintöpfe und zum Einmachen(Gläser,Dosen) Als Samen stehen mir die SortenBaldoni,Nano,Pelati,Redorta,eine gelbe Variante + Scatalone zur Verfügung.Die Liste lässt sich aber erweitern mit Gigante,Lampadina,Lungo,Mini ,pink und evtl. Hertisan

Cuore di bue: auch Ochsenherz genannt; wird meistens in appetitlich anregenden Salaten verwendet, da sehr schnittfest( amerik. Slicer); Die Herzform und die Rippung sind äußerst unterschiedlich , so auch die Sortennamen in verschiedenen Sprachen.Coeur de Boeuf Geant,Coeur de Boeuf jaune,Cuore di Bue,Corazon de Buey,Oxheart  usw.Als Farben habe ich sie in rot, gelb, weiß, schwarz, pink und orange. Weitere Varietäten gibt es sicher bei Liebhabern.Zu erwähnen ist, daß diese Tomate sehr wenige Samenkerne entwickelt.

Costoluto: auch ein beliebter Typ,leider nicht oft zu finden; hier möchte ich das Sortenbuch von H. Bohl zitieren:

"Costoluto Genovese","Gerippte aus Genua"
Stab-Fleischtomate mit platten, gerippten und saftigen Früchten. Alte italienische, rotfrüchtige Sorte. In Italien noch im Handel. Gut für warme Stellen geeignet.

Es gibt auch eine spezielle Auslese dieser Sorte im Sortenbuch, wie folgt beschrieben.

"Costoluto Genovese Selection Valente V.F."
Ein Massenträger der Sonderklasse. Die roten, großen Fleischtomaten sind gerippt und schmecken hervorragend. Volle Trauben an saftigen Früchten bester Qualität. Mittelhoher (kaum 2 m), doch gesunder Wuchs. Relativ frühe Reife für eine solch große und schöne Fleischtomate. Platzfest, allenfalls kleine Risse. Eine der empfehlenswertesten roten Fleischtomaten für den Garten und für das Gewächshaus. Brachte 2005 trotz des durchwachsenen Sommers mit viel Regen einen Riesenertrag. Für Marktgärtner, Selbstversorger und Hobbygärtner gleichermaßen zu empfehlen.
Italienreisende und Kenner der italienischen Küche kennen die in Italien angebauten Fleischtomate 'Costoluto' und sind zumeist angetan von ihren guten Geschmack sowie der Saftigkeit der Früchte. Das Gleiche gilt für die französische Abart Marmande. Es gibt viele Varianten der 'Gerippten', die sich zumeist auf ein Anbaugebiet beziehen. Leider kann man bei eigenen Anbau nicht das mediterrane Klima bieten, sodaß der außergewöhnliche 'über/drüber' Geschmack bei uns kaum erreicht wird. Daher ist es auch schwierig zu sagen, welche der Varianten die Beste ist. Die Tomaten sind bei uns zwar auch sehr schmackhaft, aber der besondere Kick wie in Italien fehlt

Saatgut der Sorten Genovese, Fiorentino und Parma können Sie gerne von mir auf Anfrage kostenlos bekommen.

 

 

schon sind die Anbauplanungen für 2014 ziemlich konkret:

für die Samenbank in Alnarp /Schweden  kultiviere ich Sorten aus Dänemark,Norwegen, Schweden, Finnland, und Russland(Russian Federation)

es werden dies folgende Varietäten sein

Lav Busk 327, Amorin, Rod Blomme, Norderas Busk,Perlina,Simo,Manapal,Polar Baby,Mikarda sowie Solovushka , Dina und die Golden Sweedish Beef

diese Reihe wird in 2016 abgeschlossen

ab 2017 stehen die Varietäten Perlina,Bonita, Dina eine goldgelbe Buschtomate die vom Vavilov Inst.IOGEN in Moskau entwickelt wurde,

dann weiter ERIK, Hercules F1 (eigentlich als Steckzwiebel bekannt), LA 1802, Manapal (geeignet für feuchte Regionen[El Nino], Mikarda (die Mikarda sweet hat der leider schon verstorbene Belg. Züchter Luc Fichot schon mal getestet)

weiter mit Old Norway , die schon von Bill Schwitzer in Sterling Illinois angebaut wurde, jetzt aber als Original vorliegt, also ein Vergleichasanbau über Kontinente hinweg, wird hochinteressant.Ist ja eine offen-pollige späte Sonderform

dann die Ontario 7517, nochmals die Pendulina, Polar Baby, Solovushka und schließlich Tante CIS , die ich gerne für Margot vom Tomaten Fundus gesucht habe;Margot plant ja einen Bericht über den amerik. Züchter Livingston in 2017.

apropo Dänemark, da lohnt sich ein Blick auf die webside von windowfarms;http://www.windowfarms.dk/#category3

die bringen (wieder) neu in Szene  hängende Töpfe mit allerlei verschiedenen Pflanzen wie Ampeltomaten (Tumbling Tom rot + gelb, Himbeerrose wird groß), als Topf wäre die Vilma und alle begrenzt wachsenden wie Barbaniaka, Chibiko, Mohammed usw

weitere Sorten von "indeterminierend wachsenden Tomaten" also im Wuchs sehr klein bleibend, können Sie lieber Leser gerne bei mir erfragen.Habe auch genügend kostenloses Saatgut solcher , früher nannte ich Sie Zimmertomaten, bei denen auch eine Mehrjährigkeit möglich

Für kleinere Senioren-Wohnungen, mit gar keinem oder nur kleinem Balkon, aber großem Fenster ist diese Form der fruchtenden Begrünung, so nenne ich das mal ganz salopp,

sehr geeignet.Es wird also nicht nur die Horizontale der Fensterbank ausgenützt, sondern auch das darüberliegende Vertikale

 

dann schon lieber selbst kultiviert, oder in unseren Breiten für unsere Bedürfnisse nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen für unsere Gesundheit

Plants for People . Pflanzen für Menschen in Räumen , klicken Sie doch mal an ( dies ist keine Werbung!!)

 

Fruchtende Begrünung heißt auch ein Projekt der "Grünen Liga" in Berlin

 

Tomaten im Topf, bzw. Container kultivieren, statt in gewachsenem Humus:Hier einige Tips dazu

diese Tips stammen von Experten der Bayerischen Gartenakademie

Gefäße und Erde

Wählen Sie einen Topf mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm. In einem 45 cm Topf haben sogar drei Tomatenpflanzen Platz. Wählen Sie braune oder helle Töpfe. In der Sonne heizen sich schwarze Töpfe zu stark auf. Dies kann zu Wurzelverbrennungen führen. Die Töpfe sollten in jedem Fall ausreichend Abzugslöcher besitzen. Als Erde verwenden Sie am besten hochwertige Kompost- oder Einheitserde. Pflanzen Sie die Tomaten tiefer als im Anzuchtstopf, so dass die ersten Laubblätter gerade noch aus der Erde schauen. So bilden die Tomatenpflanzen zusätzliche Wurzeln.

Erste Pflege

Stellen Sie die Tomaten erst Mitte Mai ins Freie. Selbst an geschützten Plätzen schädigt der Nachtfrost die wärmeliebenden Pflanzen. Wählen Sie bewölkte Tage für den ersten Freigang aus. Die sonnenhungrigen Tomatenpflanzen benötigen einige Tage bis sie den nötigen Sonnenschutz in den Blättern aufgebaut haben. Alternativ können Sie zum Umgewöhnen mit Vlies schattieren.
Ein hervorragender Standort für die Topftomaten ist die nach Süden ausgerichtete Hauswand. Unter einem Dachvorsprung stehen die Tomaten im Regenschatten. Hier bleiben Laub trocken Pilzerkrankungen fern. Wände speichern zudem Wärme und heizen den Tomaten bis in den Nachtstunden zusätzlich ein.

 

Pflege im Sommer

Tomaten gehören zu den nährstoffbedürftigen Gemüsepflanzen. Gute Balkonblumenerde besitzt eine Grundausstattung von Nährstoffen. Sie sollten die ersten Wochen nicht zusätzlich düngen. Erst ab Juli werden die Tomaten, wie Balkonblumen wöchentlich nachgedüngt. Setzen Sie Düngerstäbchen mit Langzeitwirkung ein, müssen Sie nicht mehr ans Düngen denken.
Stramme Tomatenpflanzen brauchen gleichmäßig Wasser. An heißen Sommertagen sollten Sie morgens und abends Gießarbeit einplanen. Gießen sie am besten am Morgen, dann ist die Erde noch nicht so stark erwärmt. Benetzen Sie nicht das Laub. Für Kübel gibt es komfortable Bewässerungssysteme, die die Pflege wesentlich erleichtern.

 

Buschtomaten nicht ausgeizen

Die meisten Tomaten sind Stab- bzw. Strauchtomaten. Sie müssen ausgegeizt werden. Dabei werden junge Seitentriebe entfernt. Anders verhält sich das bei Busch- und Hängetomaten, die für Ampeln und Kästen geeignet sind. Sie verzweigen sich sehr stark und bilden gerade in den Verzeigungen die meisten Früchte. Hier brauchen Sie nichts formieren. Sorten, wie ´Tumpling Tom Red´ und ´Balkonstar´ tragen massenhaft Früchte. Mit Cocktailtomaten haben Sie die besten Ernteerfolge. Die kleinen Früchte reifen schneller und kontinuierlicher als normale Tomaten. Fleischtomaten tragen erfahrungsgemäß nur wenige aber große Früchte.

 

Der Anbauplan für 2015 ist wieder recht umfangreich

Cherry Cascade,Russische Reisetomate,Amulette,versch. San Marzano, Sub Arctic Plenty Busch,Petite Chocolat,Basket Vee Ampeltomate,Tropfenförmige v. Linosa,Polyarnye, Wokoladnyi,versch. Wildtomaten aus Tunesien ,Blush, Königseer Blaue, Scabitha,Zlatava,Blumentopftomate Pearl und Zwergenwunder und Yellow Pigmy und Bonsai,Magic Trick, Dorada und Eldorada (Selektionsauftrag),Baumtomate Artos, Schweizer Bärenstark, die russ. Agatha, Blue Bayou,Wildford, Tommy Toe, Tondino Marem´mmano,Russische Schönheit,Alacrity, San Miguel, schwarzes + weißes  Ochsenherz, Wine Jug ,Alicante,Ostgeorrgische Marileen Monroe, Stick, Schillings Giant, Buschtomate aus Sardinien, Sandpoint,San Jose Canner, Alices Egypt, Wiry-7, Winogradnij, Weißer Pfirsich(für Abt Petrus),Green Zebra Cluster Pear Michael Pollan, Orenburger Riese, Christmas Grapes,Auriga,St. Ignatius, und diverse Ochsenherz pink Typen

die Sorten im Einzelnen:

Cherry Cascade

erste Ernte der Cherry Cascade war am 16.7.2015;  wegen Sortenauslese dieser tollen frühen Ampeltomate in 2014 auch 2015; Selektion der besten Pflanzen und Früchte

Russische Reisetomate.Es handelt sich um die erste Blüte also die Königsblüte dieser Pflanze

hier im Vergleich eine normale Blüte dieser Pflanze

aus dieser Blütenverschmelzung entstand folgende Frucht

die wiederum bis zum 15. Juli teilweise nachgereift ist

diese Sorte wartet auch mit einem durchgewachsenem Fruchttrieb auf;sehr selten zu beobachten

 

Amulett diese  russische Sorte wurde zuletzt von Lyuda Battin in Pasadena Texas angebaut; hat eine Reifedauer von 70 Tagen

sie wird auch als Hybridsorte gehandelt; mein Saatgut stammt aus der Ukraine und der Testanbau wird recht spannend

Sub Arctic Plenty das aus Canada stammende Saatgut(Mr. Fothergill) dieser frühen roten Buschtomate ist speziell für "kältere " Regionen geeignet

 

Petit Chocolat eine Kreuzung aus Rideau sweet und Sarah Galapagos

Rideau Sweet wurde in den 1990ern aus der Hybride Sweet 100 selektiert und stabilisiert( möglich da open-pollinated, d. h. die Blüte ist offen );Sarahs Galapagos ist eine "fast" Wildtomate von den Galapagos-Inseln; mitgewirkt hat Dr. Chatelet vom TGRC ; Dr. Rick vom TGRC war ja ein Experte was Wildtomaten anbelangt.

es wird also interessant was aus der Kombination von Wildtomate und selektierter Hybride  entsteht....höchst spannend....

Basket Vee diese frühe (67 Tage) rote Buschtomate kultiviere ich heuer als Ampeltomate(nach 2011 in Beetkultur)erste Frucht am 13.7. geerntet, Gewicht 38g; von der Form her leicht herzförmig(und nicht flachrund wie im tomaten-atlas)hier im Bild eine leicht vertiefte Spitze und der Rest der "Blüte"

die Frucht ist sehr fleischig, die Fruchtkammern sind nicht deutlich abgegrenzt und der Stielansatz ist deutlich zu erkennen

ist eine Kreuzung aus

( Campbell 1402 mit Coldset)[Coldset wiederum ist entstanden aus der Kreuzung vonFireball mit der Wildtomate Filipino]

und (Coldset mit Heinz 1350)

hier handelt es sich wirklich um den großen Ketchup Hersteller Heinz der 2015 sogar kostenlos Samen unter die Leute bringt, man muß allerdings einen facebook account haben

habe mich trotzdem entschlossen, diesen link zu installieren, möge jeder selber sich seine Gedanken dazu machen, inwieweit große Konzerne unter einer Decke stecken.

 

Tropfenförmige von Linosa Linosa ist eine der 3 Pilagischen Inseln im Mittelmeer, zu der auch die Inseln  Lampedusa und Lampione gehören.

Was sich auf Lampedusa abspielt, wissen wohl die meisten meiner Leser; möchte mit dem Anbau dieser Tomatensorte ein wenig wachrütteln, was ja auch Papst Franziskus schon getan hat.Ganz aktuell jetzt ja seine Enzyklika  Laudato si veröffentlicht.Gerne schicke ich Ihnen auch eine CD mit dem deutschen Text(108 Seiten), es gibt auch eine kurze gut interpretierte Inhaltsangabe der 6 Kapitel (auf nur 7 Seiten)

vermittelt diese Frucht nicht schon beim Anblick die Lust auf Sizilianische Genüsse?

 

Polyarnye eine sehr sehr frühe Topftomate auch zur Zimmerkultur geeignet(wer so gar keinen Garten oder Platz am Balkon hat); gelbe kleine Früchte

diese Varietät braucht ab Keimung nur 113 Tage, d. h. ab Auspflanzung ca 65 Tage bis zur Fruchtreife; habe Ende  Februar ausgesät und im Juli geerntet, Pflanzgefäß war eine breite Schale mit 50cm Durchmesser und  ausreichend Substrat für 3 Pflanzen. Die Früchte entwickelten sich prächtig.

stammt aus der russischen Region um Murmansk, da wo`s richtig kalt ist.Bei diesem Farbenspiel möchte man das kaum vermuten

 

 

Wokoladnye heute am 25.7. eine wahrliche Sonntagstomate; ein wunderbarer Geschmack dieser vollreifen 140 g Frucht; zartschmelzend aus einer" fast" Herzform

ich übertreibe  wohl nicht, die Bilder sprechen für sich!!

 

Blush ein gelbe walzenförmige, fast San Marzano Typ, gezüchtet von Fred Hempel in Californien

eine Kreuzung aus Maglia rosa und seiner Zucchero

schauen Sie doch bei dieser Gelegenheit mal zur webside der kleinen Farm Baia Nicchia in Californien, dort werden die jetzt in Europa populär werdenden Artisan Sorten gezüchtet,darunter die versch. Bumble Bee und Tiger Varietäten

einige Sorten gibts ab 2016 auch bei mir kostenlos aus Nachbau

Königseer Blaue    Stabtomate, 1,7m. Früchte von dunkellila auf rot mit dunkellila Haube abreifend, rund, klein, ca. 50g, ähnlich Osu Blue, aber 1-2 wochen früher reif (Mitte VII), saftig, fruchtig, platzt nicht. Robust bei Regen. Eine Augenweide! Seit 2011 von M. Huber, Berchtesgadner L, Königsee, wird dort schon lange angebaut.s.Sortenhandbuch Arche Noah

schon deutlich ist die beginnende Einlagerung von Anthocyan festzustellen.

ScabithaRosarot-gelb gestreifte und gefleckte Stabtomate vom kalifornischen Züchter Bradley Gates. Das Aroma der ca. 100 g schweren Früchte ist ausgesprochen süß und würzig.nähere Sorteninfo bitte anklicken
übrigens unter hortipedia gibts weitere Tomaten Infos

 

Zlatava

 

Zlatava ist eine  Tomatenrarität. Die schönen, zahlreich angesetzten Früchte sind bei Reife Orange, innen aber rot gefärbt. Die wohlschmeckenden Früchte erreichen ein Gewicht von etwa 80 bis 100 g. Mit zahlreichen Resistenzen, u. a. gegen Fusarium und Viruskrankheiten eignet sich Zlatava auch gut für den Freilandanbau

mein Saatgut stammt aus 2 Quellen(also ideal für vergleichende Studien)Zum einen vom renommierten Saatenhandel Thompson&Morgan in England sowie von meiner Baltikum Reise 2013 , dort entdeckte ich in Riga den Samen von Morava Seeds aus der Czechischen Rep.

schon an den Fotos auf den Tütchen (habe ich natürlich ohne Inhalt !!!eingescannt)sehen sie die Unterschiede;einmal wurde die Frucht der Länge nach geschnitten, das andere mal halbiert, so daß man die Fruchtkammern erkennen kann, sowie die Marmorierung.

das Saatgut aus diesen Früchten bekommt der Botanische Garten in Kosice

Pearl  eine Blumentopf-Tomate, also ganz kleine Früchte;

am 23. Juli dann die ersten reifen Früchte von einem kleinen Blumentopf; immerhin 11g , vom Geschmack her leichte Säure, also nicht zu süß!

 

 

 

 

Zwergenwunder ebenfalls eine Mini Topf-Tomate fürs Fensterbrett

möchte selektieren und evtl. mit der Zimmertomate Roter Rubinius kreuzen im Folgejahr. Roter Rubinius kann ja bei guten Bedingungen mehrjährig kultiviert werden.

 

Yellow Pigmy ob das Foto aus Belgien ok ist ? denn eigentlich ist diese Varietät als Topftomate mit gedrungenem Wuchs, also auch eine Art Zimmertomate bisher bekannt; siehe die Daten von Tatiana von Pygmy ; der Vergleich wird es heuer zeigen und vielleicht auch für 2016 für eine Kreuzung Samen liefern.Ende Juni sind die Pflanzen grade mal 10 cm hoch in den kleinen 13 er Kulturtöpfchen.

 

 

Bonsai  die letzte Sorte dieser kleinen Topf-Tomaten für das Zimmer-Fensterbrett

 

infos hierzu bitte anklicken

 

Magic Trick

eine kleine rote Kirschtomate ,Tom Wagner Züchtung, sehr widerstandsfähig gegen Kraut- + Braunfäule

also ideal zur Einkreuzung in 2016 geeignet; Buschtomate mit sehr wenig Laub; könnte man evtl. auch im Container als Ampel versuchen!!

ein Durchschnittsgewicht von 6,5 g am 13.7.

sehr würziges Aroma in einer eher festen Schale; frühe reiche Ernte verdient auch den Namen Magic Trick

Orenburger Riese

hier handelt es sich nicht um eine Königsblüte, denn es ist nicht die Erste Blüte dieser Pflanze; auch ist es keine Bunkerblüte; vielmehr ist es eine Laune der Natur eine Blütenverschmelzung.Diese Varietät stammt aus Westrussland , hat eine karminrote Farbe und kann über 1000g schwer werden.Entwicklungszeit 75 Tage

mein Saatgut stammt vom Homburger Landgarten , der Fam Theis. Klicken Sie doch mal an, da gibts viele heirloom Sorten für Liebhaber

 

wiry-7 diese Mutante kultiviere ich für das Leibnitz Institut

die grüne Frucht zur wiry-7 zeigt eine deutliche Flammungdie auffallende Blattrollung existiert schon seit dem Jungpflanzenstadium

die 2-kämmrige Frucht hatte 48 Gramm, eine eher feste Schale und vom Geschmack aromatisch mit hohem Saftanteil.Varietät ist jetzt auch im tomaten-atlas eingegliedert.Die determinierteHöhe wird 2016 nochmals getestet.

Eldorada

das Saatgut stammt aus einer  jahrelangen Selektion durch H.Karl Pilhofer in Beverungen

die Pflanze wächst förmlich in den Himmel, so eine enorme Wuchsfreudigkeit, selbst bei mehrtriebiger Kultur

zuckersüßes kleines Geschmackspaket, so könnte man die Frucht beschreiben.Ist für jeden Garten zu empfehlen, da auch eine lange Ernte bis in den Herbst sowie eine gewisse Unempfindlichkeit  gegen die Braunfäule beschrieben wird.werde hierzu noch von dieser Eldorada  berichten(nicht verwechseln mit der gelben Dorada!!)[zu dieser Sorte etwas weiter unten]

Ochsenherz schwarzdas Innenleben dieser offenen Blüte verrät viel über die Vorgänge bei der Befruchtung

informieren Sie sich doch anhand der Tomaten-Broschüre der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.Dieses Heftchen verwende ich oft bei meinen VHS Kursen und Vorträgen; klicken Sie einfach an

es hat mich sehr überrascht, daß die erste Frucht schon am 21.Juli so toll ausgereift und zuckersüß war, richtig schmelzend auf der Zunge

das Fruchtgewicht von 141 g war auch im Rahmen der Erwartung für diese vollfleischige  "Fleischtomate"

Schweizer Bärenstark

Stabtomate, 1,7m. Früchte karmesinrot, birnenförmig, 200-450 g, festschalig. Zart schmelzend, mild, ausgewogen. Sehr robust, keine Braunfäule, Ernte ab E VII, empfehlenswert fürs Freiland, eine der besten großen Tomaten. Seit 2009 von G. Pasqua, Emmental, Schweiz.(Daten v. Sortenhandbuch der Arche Noah)

 

Santa Cruzder genau Name dieser Varietät lautet:

Santa Cruz Cada Gigante Paulista, stammt aus Brasilien und dient eigentlich für die Küche, denn es ist ein Massenträger;Evtl.dient gewonnenes Saatgut für eine Samenuntersuchung bei der Uni in Jena bezüglich Gen-Veränderung  weil aus einem anderen Kontinent stammend hier in Deutschland angebaut.Bin gespannt wie die Gazpacho daraus schmecken wird.Bei so heißen Temperaturen wie momentan Anfang Juli wär die Ernte jetzt schon recht

Ostgeorgische Marylin Monroe

manchmal wird diese Varietät auch Ostgeorgische Grazia Maria genannt; eine orange saftig weiche Tomate

 

Stick auch Curl genannt, eine alte Heirloom Sorte aus den USA, Jacksonville Texas 

von Young, P. A., Tomato Disease Laboratory, Agricultural Experimental Station

die Blätter sind gekraust, man möchte meinen die Pflanze hätte eine Krankheit,aber es ist eine Eigenheit dieser Varietät

auch die Stängel sind abnorm ausgebildet; alles zusammen ergibt es einen Eindruck, den man im engl. mit " odd" bezeichnet , also kurios.

nun bin ich heuer, 2015, gespannt ob der Geschmack der roten Früchte ein ausgewogenes Aroma hervorbringt.Inwiefern  durch die gekräuselten  Blätter mit der dadurch erhöhten Blattoberfläche,  eine verstärkte Assimilation einhergeht, werde ich beobachten.Ob es sich dann als interessant erweist, diese "Abnormität" mit einer anderen Pflanze zu kreuzen, das liegt noch in den Sternen, sozusagen im Tomaten-Universum.....smiley

Dorada

diese gelbe Cocktailtomate zergeht im Mund, so saftig und fruchtig; obendrein noch mit einer hohen Resistenz gegen Phytophthora die gefürchtete Kraut-Braunfäule

eine der gefürchtetsten Krankheiten aller Tomatenliebhaber.Im Feldversuch der Uni Göttingen durch Prof. Horneburg, sowie in Luxenburg beim IBLA, einem Institut für Biolandbau gegründet von Bio-Bauern!!

dort war am 10. Juli Feldbegehung mit folgenden Ergebnissen 

 

Sandpoint

diese allerfrüheste (Reifedauer nur 55 Tage) rote Tomate hat Ihren Ursprung in der Univ. von Idaho, dort Dr. Art Boe; ist immun gegen die sog. Kräuselkrankheit

Tumbling Tom gelb

eine süße Ampeltomate; heuer im 3er Pack in einer großen flachen Blumenschale, auf einem Podest stehend , kultiviert.Da greifen schon die allerkleinsten Gartenbesucher zu, eine sog. Naschtomate, die auch nicht gleich spritzt wenn man reinbeißt.

Wilford

eine niedrige Buschtomate, fast Bodendecker-Tomate, ideal für Topfkultur, reich tragend,ideal auch für rauhe Lagen, sehr frühe Ernte;manchmal so beschrieben, daß die Pflanze mehr Früchte als Laub trägt.

Siderno F1

diese rote Hybridsorte mit ihren kleinen Cherry Früchten wird im Kübel  als Busch kultiviert. Das Fruchtgewicht lt. Beschreibung konnte ich nicht erreichen, liegt wohl daran, daß ich nur mit Brennesseljauche dünge. Erzielte ein Durchschnittsgewicht von ca 11g

Shilling Giant

eine herzförmige (oxheart) süße vollfleischige Sorte mit feinem Laub , mittlere Reife bei 80 Tagen,Ernte am 21.Juli im GWH nach Aussaat am 21. Januar

auch unter Shilling Riese bekannt

an einer Pflanze können sich mehrere Fruchtformen entwickeln, d.h. nicht alle müssen so ganz herzförmig sein; bin gespannt was die Pflanze heuer noch hervorbringt, das Saatgut jedenfalls ist kostbar, denn jede Frucht enthält nur wenige Samenkörner, eben auch so eine Laune der Natur

San Jose Canner 

eine typische runde Salattomate  63g hat diese Frucht , die ebenfalls am 28. Januar ausgesät wurde

diese  Sorte ist beheimatet in Californien, diente zusammen mit der Varietät Trophy zur Kreuzung Diener

San Jose Canner ist also eine alte, aus Italien kommende Sorte die seit ca 1910 bekannt ist.Amish People schätzten schon vor Generationen diese Tomate

damit künftig auch Sie Saatgut kostenlos bekommen, hier die Ausbeute einer verhüteten Blüte

 

Tigerella

Diese Varietät ist eigentlich allseitsbekannt; Grund der Kultur in 2015 war der Wunsch von Frau Dr. Sidorova, von Ihr bekomme ich immer Saatgut aus der Ukraine und komme dann natürlich auch Ihren persönlichen Pflanzenwünschen nach. Nach der Keimung sind dann immer ein paar Pflanzen mehr vorhanden.

Die auffällige Färbung/Marmorierung/Streifung ist für jeden Salatteller ein Hingucker

kurz zur Historie: gezüchtet in England von Dr. Lewis Darby vor ca 70 Jahren aus einer Kreuzung von Ailsa Craig(entstanden aus Fillbasket und Sunrise) und einer "Unbekannten"

Tangella und Craigella sind ebenfalls daraus entstanden

 

Michael Pollan

eine neue  Varietät, benannt nach dem gleichnamigen amerik. Autor, Journalist und Professor; seine Bücher liebe ich besonders: u.a. Kochen...eine Naturgeschichte der Transformation(ist zwar ein dicker Schmöker vom Kunstmann Verlag aber toll aufgemacht und interessant)

sowie "Essen Sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte"

mein Tip: es lohnt sich immer beim Kunstmann Verlag nach den neuesten Erscheinungen zu suchen;lese momentan "Die Intelligenz der Pflanzen"

nun hat man dem Autor auch eine Tomatensorte gewidmet, auch unter dem Namen Green Zebra Cluster Pear 

gezüchtet auf der Wild Boar Farm von Bill Gates im Napa Valley Californien

werde testen inwieweit und wie schnell die grüne Frucht nach der Ernte nachreift und weiter berichten

 

Winogradnji

eine kleine rote Cocktailtomate; übersetzt "Weintraube" relativ früh bringt ein Fruchtgewicht von 9g mit sehr fester Haut; der Geschmack ist sehr aromatisch, momentan noch nicht so süß wie erwartet;werde einige Früchte nach der Ernte "Nachreifen" lassen um zu probieren ob sich noch was von der Säure in Zucker umwandelt, bzw. ob es eine Rolle spielte, daß die Früchte unter einem wahren Dach von Blättern ohne direkte Sonneneinstrahlung reiften.

 

dazwischen zwei Bilder aus der Küche von heute 25.Juli 2015

ein buntes Allerlei fürs erste Sugo 2015

Buschtomate Sardinien

diese rote kleine Sorte habe ich ausgewählt um zu klären, warum verschiedene Fruchtformen existieren; der Folgeanbau in 2016 wird daher aufschlussreich sein. In 2015 bisher ausschließlich runde Früchte mit ca 15 g bei mittlerer Reife am 24.7.; Aussaat war am 28. Januar

 

Tommy Toe

eine frühe (70-80 Tage) rote Cocktail-Heirloom Tomate, in großer Kirschgröße ; im Juli Durchschnittsgewicht 19 g

stammt aus dem Ozark Gebirge Australiens

weiter vermehrt u.a. im Sand Hill Preservation Center in  Calamus Iowa USA

dort sind auch neben alten Kartoffelsorten alte Truthanhnrassen zu finden.....

 

Triumph

eine ganz normale Salat-Tomate, ca 30 g , schnittfest aromatisch und lagerfähig; brauche ich als Massenträger für die Sugo-Zubereitung

 

Tarasenko

eine rote Salattomate mit alter Herkunft aus Osteuropa

 

Tumbler

eine weiter reich tragende Cocktailtomate mit ca 9 g Fruchtgewicht.Diese kleinen Tomaten fülle ich als bunte Mischung mit anderen Varietäten in Gläser und gieße mit bestem Olivenöl auf.Als Geschenk kann man auch Kubebenpfeffer, Schwanzpfeffer,Lorbeerblätter etc. als Deko mit verwenden.

solche eine Füllung versehen mit einem schönen Etikett ist ein Präsent mit ganz besonderer persönlicher Note.

ins Glas am 27.7. kamen außer Tumbler noch Sandpoint, Magic Trick, Dattelwein, Tumbling Tom gelb, Cherry black, Zlatava orange ,Cherry Cascade, Pearl, Eldorada, Wilford noch Tarasenko.

 

Orange Birne

 

Russische Schönheit

eine perlrubinrote(anklicken für Rottöne) zartschmelzende süße längliche Frucht

 

Black Cherry

diese anthocyanhaltigen  12g schweren runden Früchte sind wirklich größer als die Kirschen , die ich bisher kenne.Aber dem Namensgeber war wohl keine andere Frucht passend.Mir fällt dazu nur das für NÖ so bekannte Kriecherl ein

von dieser Region bis zur Ukraine, wo mein Saatgut herstammt ist es Luftlinie ja eh nicht sooo weit.

andererseits ist die in Fort Myers Florida beheimatete Firma Tomato Growers Supply

in der Literatur als Erste genannt, bei der diese Varietät als natürliche Kreuzung weiter entwickelt wurde. Vince und Linda Sapp haben ein großes Repertoir an heirloom tomatoes

einfach mal anklicken, Sie werden es nicht bereuen....

was die Farbe dieser Frucht angeht, so glaube ich daß RAL 3004 also eine Art weinrot ganz gut passt.auch purpurrot wäre nicht ganz falschdenn es sind ja auf jeder dieser "süßen Kugeln"die verschiedensten Nuancen sichtbar

Dattelweintomate

auch ganz einfach Datteltomate genannt, ist ein länglicher Romana-Typ, halt eben etwas kleiner.Bis vor einigen Jahren war hauptsächlich eine reichtragende gelbe Sorte unter Kennern im Anbau.Eine wahre Expertin hierzu ist die Gerda Schmid aus Österreich

 

wie bei allen anderen Sorten gilt auch hier: wer kostenloses Saatgut möchte, der schickt einfach ein frankiertes Rückkuvert an Robert Hoser Bahnhofstr.24 in 82515 Wolfratshausen

das gilt natürlich nicht für diese Laune der Natur; der Samen dieser Tomate mit Zipfel ergibt keine Zipfeltomaten-Pflanze

Um gleich bei den Launen der Natur zu bleiben, hier eine sozusagen eingeschnürte San Marzano...eine Tomate mit Korsett....die Bilder sprechen für sich!!Für Fragen wenden Sie sich per mail an mich

 

Goldstrom

so lautet die Übersetzung aus dem Ukrainischen für diese gelbe , ca 33g schwere Tomate

sie hat leider einen Nachteil, die Früchte entwickeln statt saftigem Fruchtfleisch , sehr viel weiße unbrauchbare Masse; ähnelnd dem Albedo bei der Zitrone

De Barao black(braun)

diese reichtragende dunkle Variante aus der De Barao Familie ist in Russland entstanden bei Agrofirm Gissok. Der Name erinnert an Andrey Baranovsky

süße pflaumenförmige Früchte

wegen anhaltend nasser und kalter Witterung bereits 3. Schachtelhalm Brühen Einsatz in KW 26 zur Stärkung

deshalb entschließe ich mich hier wieder einige Krankheiten zu erklären

beginnen wir mit abiotischen Schäden am Blatt:

Blattverfärbungen auch Chlorosen genannt haben sehr viele Ursachen. Oft rühren Sie von Ernährungsstörungen, ungünstigem Mikroklima oder Schädlingsbefall her.

Brandflecken meist durch Sonneneinstrahlung aber auch andere Ursachen

BlattrollenDas ganze Blatt rollt sich nach unten schneckenhausartig zusammen. Dies entsteht durch sehr hohe Einstrahlung bei einer jungen Pflanze bis zur ersten Fruchtbildung. Durch das viele Licht bildet die Pflanze mittels Photosynthese sehr viel Kohlenhydrate, die nicht in die Früchte eingelagert werden können. Sie bleiben in den Blättern und werden durch die Veratmung in der Nacht nicht vollständig verbraucht. Dieses Symptom kann meist bei gut versorgten Pflanzungen ab März im Treibhaus beobachtet werden. Zu dieser Zeit werden in unseren Breiten (Süddeutschland + Schweiz) durchaus Einstrahlungsstärken von 600-850 W/m² erreicht. Damit die Pflanze durch Blattrollen nicht gehemmt wird erhöht man die Nachttemperatur und damit die Veratmung, den Abbau von Kohlehydraten zu CO2. Oder man nimmt ein halb ausgewachsenes Blatt aus dem Kopfbereicht und vermindert so die Einlagerung von Kohlehydraten. Sobald das Fruchtwachstum beginnt werden die Kohlehydrate vermehrt in die Früchte eingelagert und das Blattrollen verschwindet.

SilberblattDies ist ein genetischer Defekt, bei dem der Blattaufbau verändert ist und zu "silbrigen" Blattfläche führt. Zudem sind die Blätter deformiert . Die Pflanze zeigt diesen Defekt spontan. Diese "Krankheit" ist sortentypisch und lässt auf eine nicht 100 % reine Selektion schließen. Dies ist auch fast nicht möglich. Da die Pflanze anschließend nur noch so weiterwächst, sollte sie geköpft oder ganz enfernt werden. Sie bildet keine besonders großen Früchte und macht in der Regel sehr viel mehr Blattwerk. Um die Lücke zu füllen kann ein Seitentrieb einer Nachbarpflanze nachgezogen werden. Im Hobbyanbau wird abgeerntet und bis dahin einen neue Pflanze herangezogen.

auch bei der Blüte gibt es Krankheiten

Blütenrieseln  Werden Jungpflanzen mit schon aufgeblühten Blütenständen lange transportiert, führt dies durch hinzukommenden Lichtmangel zum Blütenabwurf. Aus der Literatur ist auch bekannt, dass extrem hohe Temperaturen das Abfallen der Früchte von den Rispen verursachen können. Auch starkes Blattpflücken und zu wenig Wachstum kann eine Ursache sein. Auch die Einwirkung von Äthylen auf Blüten kann ein Grund sein. Äthylen-Gas, ein Reifehormon, entsteht bei der Verletzung oder Verrottung von Pflanzenteilen und wenn Jungpflanzen mit Obst (z.B. Äpfel, Bananen, Ananas) zusammen stehen.

BlütenkelchvergilbungHierbei handelt es sich um eine Alterungserscheinung, die durch Äthylen verursacht wird. Wie auch Äpfel sondern Tomaten beim Reifeprozess Äthylen ab. Äthylen ist ein von der Pflanze selbst erzeugtes Alterungs- oder Reifehormon,. Die Vergilbung tritt vor allem bei professionel angebauten Sorten auf. Besonders die als Tross-Tomaten vermarkteten Früchte zeigen diesen Effekt, weil die Früchte bei diesen Tomaten länger an der Pflanze bleiben als bei Ernte loser Tomaten. Dabei verfärbt sich der Blütenkelch (bot. Corona) von der Ansatzstelle her (Blütenkelch zur Frucht) nach außen hin goldgelb. Je weiter die Reife der Frucht fortgeschritten ist, desto stärker die Verfärbung. Von einem Indikator guter Reife kann aber in diesem Zusammenhang sicher nicht gesprochen werden, da die Vergilbung extrem stark von der Sorte abhängig ist (sortenspezifisch). Ganz besonders bekannt dafür ist die kaum noch angebaute Sorte 'Durinta', die wegen ihrer hervorragenden Fruchtfarbe, Geschmack und Haltbarkeit lange im Profianbau favorisiert wurde. Dass auch andere Sorten diesen Effekt zeigen, kommt daher, dass einige Züchter 'Durinta' wegen ihrer besonders guten Eigenschaften eingekreuzt haben. So wurden auch Gene für gelbe Blütenkelche mit übernommen.

Frucht-Abnormitäten

BlütenendfäuleBei Blütenendfäule handelt es sich um ein Kalzium Mangel in der Pflanze selbst, die Pflanze kann kein Kalzium aus dem Boden mehr aufnehmen weil evtl. die Luftfeuchte zu hoch ist so dass sie nicht transpirieren kann. Das führt dazu das die Pflanze No3- (Stickstoff, Nitrat) abzieht und in neu gebildete Blätter und Pflanzen steckt und es aus den Alten entzieht, und wegen dem Mangel von N in der Frucht verfärbt sicht die Frucht am ältesten Punkt der Frucht braun.

BunkerfrüchteBunkerfrüchte entstehen vor allem während des Kulturbeginns bei der Bildung der ersten 3-5 Trosse , wenn die Pflanze noch sehr viel Asimilateüberschuss (= Wuchskraft) hat. Dabei wird die erste Frucht vom Trieb her besonders groß und wiegt dann 50-100 % mehr als die anderen Früchte am gleichen Tross. Besonders stark werden Bunkerfrüchte gebildet, wenn die Sorte zu ungleichgroßen Früchten an einem Tross neigt und wenn der Tross nicht begrenzt wird. Gegenmaßnahmen sind die Auswahl einer dafür unempfindlichen Sorte und das Begrenzen der Trosse bei normalen/runden Tomaten auf 5-6 Früchte und bei Fleischtomaten auf 3-4 Früchte. Damit werden alle Früchte gleichmäßiger groß und die erste Frucht ist nur wenig größer als die anderen. Um der Pflanze etwas Wuchskraft zu nehmen kann auch ein Blatt enfernt werden.

geringer Fruchtansatz

  1. Ungünstige Pflanzenbelastung: Kann durch extrem viel Früchte pro Pflanze entstehen. In diesem Zustand werden Früchte abgestoßen, weil die Pflanze nicht ausreichend Kraft hat die Früchte zu versorgen.
  2. Blütenrieseln, siehe weiter oben.
  3. Mangelhafte Tierbestäubung durch zuviel Wärme: Hummeln (im Freiland auch Bienen) kühlen bei großer Hitze eher ihre Brut und fliegen deshalb weniger auf Pollensuche aus. Ist die Temperatur zu hoch bleibt auch der Pollen nicht kleben. Griffel und Pollen haben am Vormittag etwa von 8-11 Uhr die besten Eigenschaften um eine gute Befruchtung zu gewährleisten.
  4. Mangelhafte Tierbestäubung durch zuwenig Bewässerung und/oder zuviel Düngergehalt im Wurzelbereich. Die Pflanze wird bei der Verdunstung gehemmt, die Luftfeuchte sinkt. Der sonst leicht feuchte und klebrige Griffel der Tomatenblüte trocknet dann schnell ab. Gerade zu Beginn der Kultur beim Fruchtansatz des ersten Trosses ist die Luftfeuchte noch recht niedrig, weil die Pflanze noch nicht so viel Luftfeuchte produzieren kann. Der erste Tross bringt dann meist sehr kleine oder hohle Früchte (Puffigkeit, siehe oben).
  5. Mangelhafte Tierbestäubung durch Wegfliegen der Zucht-Hummeln: Während der Kirschblüte und geöffneten Türen/Lüftungsklappen fliegen einige Tiere weg und kommen nicht mehr zurück. Es bleiben weniger für die gleiche Arbeit. Insgesamt werden die Blüten weniger gut bestäubt.
  6. Zu wenig Wärme vor der Befruchtung kann dazu führen, dass der Pollenschlauch nicht wächst. Es kommt nicht zur Befruchtung der Samenanlagen über den Griffel.
  7. zu hohe CO2-Gehalte: Sie behindern die Verdunstung. Deshalb senkt man auch die CO2-Konzentration bei CO2-Düngung etwas wenn es sehr warm und/oder die Luftfeuchte niedrig ist.
  8. Gegenmaßnahme allgemein: Da die Tomate ein Windbestäuber ist, ist es nötig aktiv für eine ausreichende Bestäubung zu sorgen. Daher werden die Blüten zur erwähnten Zeit geschüttelt.                            

Goldpünktchen Die sog. Goldpünktchen sind Einlagerungen von Kalziumoxalatkristallen, wie es auch beim Bild der Frucht mit Gelbkelch sehr gut zu sehen ist. Je nach Sorte und Fruchtfarbe zeigen sich diese Pünktchen mehr oder weniger. Sie sind kein Qualitätsnachteil. Bei gelben und orangen Früchten sind sie auch vorhanden, jedoch der Farbe wegen nicht zu sehen.Hierüber  berichte ich auch an anderer Stelle.

GrünkragenFür diese Erscheinung gibt es zwei Ursachen. Die eine ist zu geringe Kaliumversorgung  oder zu hohe Temperaturen bei der Abreife der Frucht. Dies trifft bei Tomatensorten zu, die nicht zur Gruppe der Hellfrüchte gehören.Unter normalen Umständen reifen diese Fruchttypen gleichmäßig rot aus. Steigen die Temperaturen jedoch über 27 °C und die Sonne scheint direkt auf die Frucht kommt es zu Flecken, die gelb statt rot werden und auch bei Lagerung oder Nachreife nicht die gewünschte rote Ausfärbung erreichen. Abhilfe kann in Hitzeperioden eine Schattierung sein. Günstig ist auch die Pflanzung der Reihen in Nord-Süd-Richtung, damit die Früchte beim höchsten Stand der Sonne (was auch ungefähr dem täglichen Temperaturmaxim entspricht) durch die Pflanzen selbst beschattet werden. Müssen anfällige Sorten mit grünem Nacken angebaut werden kann auch im Vorfeld für ausreichende Blattmasse gesorgt werden, indem eine höhere Luftfeuchte angehalten wird. Damit wird das Blatt länger und flächiger aber auch das Risiko für Botrytis cinerea steigt.

Hohlfrüchtigkeit oder PuffigkeitDie Früchte haben oft ein etwas kantiges Aussehen. Sie entstehen oft im frühen Frühjahr und späten Herbst. Entstehen können sie bei mangelhafter Befruchtung und wenig Licht durch den sehr niedrigen Sonnenstand. Dabei entwickelt sich wenig bis keine gallertartige Masse, die normalerweise um die Samenkörner in der Frucht ist. Die Frucht wächst pathenokarp und bildet einen Hohlraum. Eine erhöhte Zufuhr an Nährsalzen wirkt der Tendenz  zu hohlen Früchten etwas entgegen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht erlaubte Wuchsstoffanwendungen können auch dazu führen. Generell sollte für eine möglichst gute Bestäubung gesort werden.

Knick-TrosseSie entstehen durch zu wenig Licht. Dabei werden die Stiele der Blütenstände nicht fest genug. Wachsen dann die Früchte knickt der Blütenstand ab. Dadurch wachsen die Früchte weniger und bleiben in der Regel kleiner. Die Anfälligkeit für Knicktrosse ist sortenspezifisch und kann durch Bügeln mit kleinen Plastikbügeln oder durch leichtes Anritzen (weniger erfolgreich) verhindert werden. Gebügelt wird bis März. Danach ist der Lichtgenuss groß genug.

Platzende Früchte bzw. HartschaligkeitAb Ende Juli, wenn die Tage wieder kürzer werden, ist vornehmlich mit Platzern an Tomaten zu rechnen. Insbesondere kühle Temperaturen verbunden mit einer hohen Luftfeuchte nach einer Schönwetterperiode können größere Ausfälle verursachen. Dies gilt auch für Freilandkulturen, die nach längerer Trockenperiode einen heftigen Gewitterregen bekommen. Ebenso, wenn der Hauptteil des Triebs kühl ist, die Bodentemperatur aber deutlich über der Lufttemperatur. Dies kommt bei abnehmender Tageslänge sehr oft vor. Dabei ist der Trieb weniger aktiv als die Wurzel. Tomaten platzen, wenn die Wurzel mehr Wasser aufnimmt als das Blattwerk verdunsten kann. Besonders Cocktailtomaten sowie stark besonnte, freihängende Früchte mit einer dünnen Haut sowie Sorten, die eher Früchte mit dünner Fruchthaut bilden sind gefährdet Ein zu starkes Blattpflücken oder zu spätes Stutzen des Haupttriebes begünstigt das Platzen. Die Schäden lassen sich durch rechtzeitiges Stutzen ca. 5-6 W vor Ernteende im Sommer und Reduzieren des Blattpflückens mindern. Wird der oberste Geiztriebes belassen wirkt sich das ebenfalls günstig aus. In Zeiten mit niedrigen Temperaturen sollte die Bewässerung reduziert und der Närstoffgehalt  etwas angehoben werden z. B. durch starke Brennesseljauche. Dies bremst die Wasseraufnahme der Wurzeln. Eine ausreichende Lüftung  stimulieret die Verdunstung über das Blatt.Auch beim Pflücken der Früchte sehr früh am Morgen wenn Pflanze und Frucht sehr turgeszent (prall gefüllt mit Frucht-Flüssigkeit)sind kann die Frucht beim Fallenlassen aufreißen. Dabei entstehen vom Blütenkehlch her radial Risse, die oft schnell mit Bakterien und Pilzen befallen werden und rasch verrotten beginnen. Ganz anders können Microrisse und etwas größere Risse, die halbkreisförmig angeordnet sind während des Fruchtwachstums wieder verwachsen und zu "verkorkten" Rissen führen. Dies führt lediglich zu verminderter optischer Qualität und weniger glänzenden Früchten. Ebenfalls fördernd sind zu hohe CO2-Werte bei der CO2-Düngung, was auch zu einem zu schnellen Fruchtwachstum führt, wenn viel Assimilate in kurzer Zeit eingelagert werden.

RissigkeitAufgerissene Früchte können mehrere Ursachen haben. Kleine Microrisse, nicht besonders gut zu sehen, bis mittelgroße deutlich sichtbare Risse in Ringen um die Blütenkelchblätter werden durch große Feuchte- und Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht verursacht. Durch die Feuchte- und Temperaturschwankungen schwankt der Turgordruck in der ganzen Pflanze und damit auch in der Frucht. Kurzfristigere Schwingungen in Temperatur und Luftfeuchtigkeit können kleine Kratzringe auf einem Teil der Fruchthaut erzeugen. Andere Ursachen für Rissigkeit kann ein K-Mangel sein, oder er ist sortenspezifisch weil die Früchte eine weniger elastische Fruchthaut besitzen. Deshalb für gleichmäßige Temperatur, Wasserversorgung und Düngung sorgen. Rissigkeit vermindert die Haltbarkeit.

SonnenbrandEr entsteht an Früchten, die direkt der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Sonnenbrand entsteht besonders wenn die Fruchttemperatur auf über 35 °C steigt oder die Früchte direkte Sonneneinstrahlung nicht gewöhnt sind. Da sich die Früchte so gut wie nicht durch Verdunstung kühlen können steigt die Fruchttemperatur bei ständiger Sonneneinstrahlung stark an. Das Eiweiß der Zellen wird zerstört und/oder die oberste Zellschicht trocknet aus. Es entstehen helle Flecken, die bis zu hellbeige ausbleichen können. Ist die Frucht noch im Wachstum kann diese Stelle auch aufplatzen. Bei Freilandtomaten können Schattiergewebe über die Kulturen gehängt werden. Gleichzeitig sorgt man für genügend Blätter, damit die Früchte geschützt sind. Im Treibhaus kommen Früchte mit Sonnenbrand meist an der Südost bis Westseite vor, wo die Pflanzen direkt an der Glaswand stehen. Hier hilft das Aufbringen von Schattierfarbe aufs Glas. Damit wird die seitliche Bestrahlung abgemildert. Weiterhin kann eine Sorte gewählt werden, die ihre Früchte mit den Blättern besser schützt.

Trieb-BrüchigkeitSie ist vor allem am Morgen sehr hoch. Während der Nacht sind die Stomatas fast zu 100% geschlossen, die Wurzeln nehmen aber weiter Wasser auf. Dadurch steigt der Turgordruck in der Pflanze. Die Pflanze wird sehr knackig und straff, was der Zellstreckung dient. Sollen die Pflanzen weiter an der Schnur aufgeleitet werden, beginnt man besser erst nach 10 Uhr oder am Nachmittag. Dann ist die Pflanze schlaffer und lässt sich zum aufleiten leichter biegen und vermeidet ein zu leichtes Abbrechen des Triebs

Spalttrieb-Doppeltrieb Dabei scheint sich der Trieb zu verdoppeln oder spaltet sich sogar auf ohne zwei Triebspitzen zu bilden. Seltener spaltet die Triebspitze in 2 gleichwertige Triebe auf. Diese Erscheinung tritt meist beim 3.-6. Blütenansatz auf. Günstige Bedingungen für Triebspaltung sind sehr wüchsige Sorten, großer Temperaturunterschied Triebspitze (kühl) zu Wurzel (warm). Diese Bedingungen sind sicher am ehesten im Frühjahr und Herbst gegeben, wenn noch einigermaßen hohe Sonneneinstrahlung erzielt wird, die Außentemperaturen aber schon verhältnismäßig niedrig sind und die Witterungsverhältnisse recht schnell wechseln (sonnig/bedeckt). Im Herbst werden Spalttriebe weniger beobachtet. Man nutzt normalerweise das einstrahlungsreichere Sommerhalbjahr. Physiologisch gesehen schöpft die Pflanze bei hohen Einstrahlungswerten viel Energie. Die Wurzel arbeitet durch die reichlich zur Verfügung stehenden Assimilate und die vorhandene Wärme sehr gut und baut starken Wurzeldruck (Turgordruck) auf. Die biologisch/chemischen Prozesse in der Triebspitze sind aber zu langsam, was dort zu einem "Überdruck" führt, der zum Spalttrieb verhilft. Gegenmaßnahme ist eine ausbalancierte Kulturführung. Das heißt Anpassung der Temperaturführung an die Lichtverhältnisse und moderate Lüftungsstrategieen, die Innen-, Außentemperatur aber auch Luftfeuchte und Pflanzenzustand in richtigem Verhältnis mit einbeziehen. Wo vorhanden sollte unter Außentemperaturen von 7-10 °C der Energie-/Schattierschirm geschlossen werden. Für die dann schon mal höhere Luffeuchte lässt man feuchteabhängig einen Spalt von 10 cm offen damit Feuchtigkeit in den Giebel entweichen aber keine Zirkulation mit dem Giebel entsteht. Das führt auch zu einer ausgeglicheneren Temperaturschichtung im Treibhaus. Ziel ist es ein gleichmäßiges Wachstum zu erreichen.

Ernährungsstörungen; Kalium-Mangel

Typische Symptome sind unausgeglichen ausfärbende Früchte. Es bleiben grüne Flecken, die auch bei Nachreife im Lager nicht rot werden. Ebenfalls typisch sind die aufgehellten Blattspitzen, bei denen die Blattadern grün bleiben und die Blattspreite gelb wird. Je nach Stärke des Mangels kann es auch dazu führen, dass die Blattränder verbräunen und trocknen. Der Nährstoff Kali ist vor allem wie auch Kalzium für die Regulation des Wasserhaushalts in der Pflanze verantwortlich. Die Entstehung von K-Mangel kann viele Ursachen haben:

  • Zu geringer K-Anteil in der Düngelösung im Verhältnis zu anderen Nährelementen bei Substratkultur. Es kommt zur Unterversorgung der Pflanze, das typische Schadbild entsteht. Bei Bodenkultur fehlt dieser Nährstoff im Boden und es kommt zu gleichem Effekt. Eine Nachdüngung mit einem Kalidünger ist erforderlich. Sinnvollerweise solle die Nährlösung bei Erdelosen Kulturen alle 1-2 Wochen untersucht werden und dem Wachstumsstadium angepasst werden. Ebenso sollte bei Bodenkultur vor Kulturbeginn eine Bodenprobe gezogen werden, der Boden angemessen aufgedüngt werden und im Verlauf der Kulturzeit nachgedüngt werden, damit der Mindestnährstoffgehalt im Boden erhalten bleibt. Die Pflanze kann lang nicht alle Nährstoffe im Boden erreichen, sondern fast nur die, die sie mit der Wurzelspitze aufnehmen kann.
  • Eine sehr vegetative Pflanze oder Kulturführung kann auch ein Grund für K-Mangel sein. Je nach Sorte sind die Pflanzen vegetativer oder generativer, wachsen offener mit weniger Blattmasse oder dichter mit viel Blattmasse. Im letzteren Fall kann eine Situation eintreten, in der sehr hohe Temperaturen (> 30 °C) herrschen, bei der die Pflanze sehr schnell wächst. Es wird viel Blattmasse aufgebaut, die Pflanze braucht überdurchschnittlich viel Kalium. Wird nicht rechtzeitig über die Düngung ergänzt, wird die Frucht mit Kali unterversorgt. Dies führt wiederrum zu Mangelsymptomen
  • K-Mangel tritt auch sortenspezifisch auf, d.h. einzelne Sorten reagieren empfindlicher auf K-Mangel als andere

Pilze Kraut-+BraunfäuleEine sehr verbreitete Krankheit, deren Erreger (der Protist Phytophthora infestans) auch die Kartoffelfäule hervorruft. Die Braunfäule an Tomaten äußert sich in vertrocknenden Blatttrieben, schnell größer werdenden braunen Flecken an den Stängeln und braunen Stellen auf den Früchten, die sich rasch auf die ganze Frucht ausbreiten. Der wichtigste Faktor bei der Ausbildung dieser Krankheit ist ein zuviel an Feuchtigkeit und feuchtes, kühles Wetter. Um ihre Entstehung zu verhindern bzw. herauszuzögern, sollten auf jährlichen Fruchtwechsel, luftigen Pflanzenabstand und Vermeidung von Kontakt zwischen Blättern und Erdboden - auch durch Spritzwasser - geachtet werden.

Der im Gewächshaus wohl wichtigste tierische Schädling ist die Weiße Fliege.Ihr kann manmit Hilfe der Schlupfwespe gut Herr werden.Wir haben das 2014 getestet und waren sehr zufrieden mit dem Erfolg.Eine natürliche und umweltschonende Maßnahme die ich nur empfehlen kann.Günstige Bezugsquellen können Sie gerne bei mir erfragen.

auf dem Bild links sind gut die schwarzen durch die Schlupfwespe Encarsia formosa parasitierten Eier der Weißen Fliege zusehen. Aus diesen schlüpft nach Brutende die junge Schlupfwespe, was sehr gut an der runden Austrittsöffnung leerer Eier zu sehen ist. Sie parasitiert dann wiederum weitere Eier. Die noch "weißen" eigentlich transparenten Eier sind noch nicht parasitiert.

den Anbauplan von 2013 können Sie hier anklicken

wer Interesse an kostenlosem Saatgut dieser Sorten ab Herbst 2013 hat, möge mich bitte per mail kontaktieren, dies gilt auch für die Anbausorten 2012,siehe weiter im Text

 

 

Wildtomaten mit ganz besonderem Auftrag: das Max Planck Institut in Köln forscht an folgenden Varietäten:

Tomate Solanum chmielewski, habrochaites und pennellii

die Aussaat ist geglückt; die Pflanzen stehen getrennt von  meinen anderen Sorten, da das Wachstum im Warmhaus ganz speziell dokumentiert wird.

Die interessanten Ergebnisse zum Thema Domestizierung der Tomaten finden sie hier

 

 die veröffentlichten Forschungsergebnisse zu Wildtomaten am Projekt um Dr. Alisdair Fernie, Leiter der Forschungsgruppe "Zentraler Metabolismus"  fand heraus, dass bei der Kreuzung von Kultur- und Wildtomaten über 880 Veränderungen der Stoffzusammensetzung bei deren Nachkommen auftreten. "Einerseits haben wir höhere Gehalte an essentiellen Aminosäuren und Vitaminen gemessen, andererseits weisen die Früchte eine veränderte Zusammensetzung verschiedener Zucker und organischer Säuren auf", so Fernie. Und genau diese Inhaltsstoffe haben einen großen Einfluss auf den Geschmack der Tomaten.

mehr hierzu einfach anklicken

Da ich keine chem. Mittel benütze , muss ich versuchen die "Weiße Fliege" wie im Bild ersichtlich,mit ganz biologischen Brühen in Schach zu halten.Schachtelhalm-Extrakt sowie Knoblauch-Brühe kommen zum Einsatz.

Dabei kann ich auch auf die Unterstützung durch die Pflanze selbst rechnen.Hierzu gibt es interessante Forschungsergebnisse; natürlich auch vom Max Planck Institut in Köln;Einmal mit diesen Wissenschaftlern in Kontakt ergeben sich so viele tolle  Möglichkeiten des Erfahrungsaustauschs.

Lesen Sie hier

Inwieweit sich das schon auf die Züchtung moderner Ketchup-Tomaten übertragen lässt, können Sie hier lesen

 

Interessiert Sie das Video: Was machen Pflanzen nachts?ganz sicher erfahren Sie Neues, einfach anklicken und sehen und hören

 

 

Damit auch in den kommenden Jahren ein freier und ungehinderter Austausch von Saatgut zwischen Verbrauchern  und allgemein stattfinden kann, muß auf die geplanten EU-Gesetze  Druck ausgeübt werden, damit diese nicht zur Geltung kommen. Saatgut gehört der Allgemeinheit und nicht einzelnen Monopolisten  klicken Sie bitte an

 

wer in 2013 selbst keine Jungpflanzen heranziehen kann, dem sei der neue Jungpflanzen-Versand der Arche Noah empfohlen

doch es dauert nicht mehr lange, dann bin ich täglich wieder für Stunden am KEIM-Platz bei der Natrium-Dampflampe

Sehenswerte Bilder hierzu ,aus der Keimphase 2012, finden Sie in der Rubrik Bildergallerie. Viel Spaß beim Staunen

 

Auch das Lebensmittel-(Lebens-Erhaltungs-Mittel verinnerliche ich meinen Kursteilnehmern) Kartoffel hat es mir angetan

 

in 2013 aus Columbien die pinke Kartoffel "die Närrischen", sowie die Solanum mauritianum, die russische DUNYASHA, die mexikanische Yema, eine unbekannte Wildkartoffel,sowie die Osprey.Alle Kartoffeln aus Samen, nicht aus Knollen, also in 2-3 Jähriger Kultur

 

im Vordergrund Kartoffelsämlinge aus Südamerika  2012:

im Hintergrund rechts die schon hohen Giftbeere-Pflanzen, die in ihrer Blütezeit ein wichtiger natürlicher Helfer gegen eventuelle Weiße Fliege sind.

Auf vielfachen Wunsch habe ich in 2014  dann 3 Pflanzen der Monstranz  Bohne kultiviert

der erste Teil der Ernte am 5. Sept. waren 37 Schoten; das Gesamtgewicht  von 350 g hat sich aufgeteilt in 170g Schalen und 180 g Bohnen

was wiederum 176 der begehrten Monstranz-Bohnen ergab; nächste Woche gehts dann bei guter Witterung mit der Ernte und dem Trocknen weiter

inwieweit die Trocknung auch Schrumpfung der einzelnen "Perlen"  bedeutet ,werde ich verfolgen.

Sicher liegt das Tausend-Korn-Gewicht  nicht bei einem Kilo, sondern weit darunter.

Wer an Saatgut Interesse hat, bitte rechtzeitig mich kontaktieren, ansosnten wird ein Teil nach der Erntedank-Fest-Weihe im Klosterladen zu finden sein.

die Blüte der südamerikanischen Wildkartoffel ist schon beeindruckend

 

Auch aus Südamerika stammend, auch ein Nachtschattengewächs, die Wildtomate Humboldtii99.

Tomaten gehören botanisch aber zu den Schließfrüchten/Beerenfrüchten

 

hier das ausgefallene, sehr schöne Blütenbild dieser Varietät; welches gefällt Ihnen besser?Oder sind nicht beide Pflanzen es wert für die nächsten Generationen erhalten zu werden

hier aus 2012 der Nachbau von blauen Kartoffeln der Sorten:Purple Eye,Pinki,Schwarze Ungarin,Purple skinned Eigenheimer, Purple Fiesta,Blauer Schwede, Shetland Blau, Blaue Elise,All Blue,Blaue Eigenheimer  und eine violette Bauernkartoffel

in rot: Salad Red, Roter Kuss,;  sowie der südamerikanische Fingerling (hiervon stammt das Bamberger Hörnchen ab) und eine mehrfarbige Bi-Color

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im warmen Haus 1 im Dezember 2012

links Sium Sisarum  Zuckerwurzel, daneben Schnittlauch Sorte "Schmitt"

Im Vordergrund pikiertes Rübstiel/Stielmus, daneben wilde Ruca, dahinter Cipolla tondea rossa tonda (kleine rote süße Zwiebelchen)daneben Winterportulak

Barbarakraut = Winterkresse Barbarea verna  im November  ausgesät sollte bis Gründonnerstag zu Ostern pflückreif sein; und so entwickelte es sich auch

Hirschhornwegerich  Plantago coronopus

 

das sind nur einige wenige "Winterzöglinge um im Gewächshaus jeden möglichen Platz zu nutzen .Dazu tummelt sich Winterportulak, Asia-Salat,usw.usw.Diese beiden werden seit Aschermittwoch 13.Febr.2013 beerntet.

Voller wird ab 2. Dezember, denn dann ist die Wartezeit fürdie vorbereiteten Töpfe für  Versuche zur Biofumigation, also Substrat samt Pellets  Marke BioFence, abgelaufen, haben sich die Pellets also im Substrat aufgelöst.Hier ein Teil der Kontrollbilder für Alec von der engl Herstellerfirmader ph Wert von 7,0 blieb auch während der Bio-Fumigation, also dem Verrottungsprozeß der Pellets konstant,es änderte sich auch nichts am Auflaufen der Unkräuter(normal bei Gewächshaustemperatur)

 

Winterportulak,rote süße Zwiebelchen CipollaTropea rossa tonda ,Asia Salat Grenn in Snow,Asia Salat Mizuna sowie Blattpetersilie

 

   

                

Die kalten Tage um Allerheiligen2013 nutze ich um die Dokumentation über den Test mit Biofence-Pellets aus England, von tozerseeds, dort Mr. Alec Roberts, samt der dazugehörigen Fotoserie zusammenzustellen.Alle Daten vom Beginn Okt 2012 bis jetzt zur (fast)letzten Ernte werden in einen Endbericht übertragen, die dazugehörigen Bilder in engl. Sprache beschriftet und das Ergebnisprotokoll erstellt.Jetzt ist ja auch noch alles frisch in Erinnerung.

Ganz kurz erklärt: Biofence Pellets werden aus der Blattmasse der  Brassica Arten wie B. juncea, Sinapis alba oder Raphanus sativus , aber  auch Allium Arten im Pellets-Trocknungsverfahren hergestellt.Diese Blattmasse findet sich auch häufig als sog. Zwischenfrucht auf hiesigen Äckern, hat ca 4 Monate Wachstumszeit und wird dann mit dem Pflug in den Ackerboden eingearbeitet um dort zu verrotten.

Bei der Pellets-Methode umgeht man diesen Zeitraum und bringt den quasi Bio-Dünger sofort in den Ackerboden ein.Bisher gab es nur in Italien(andere Bodentemperaturen und Klimaverhältnisse) Verwendungstests und dann auch noch teilweise in Mehlform(ähnlich Urgesteinsmehl).Grund hierfür waren Untersuchungen auf die Wirkung gegen die Karotten -Zysten-Nematoden (infiziert Heterodera carotea ) und verschiedene Pilzkrankheiten ( Sclerotinia, Phytium, Rhizoctonia, Rhexocercosporidium, Mycocentrospora, Streptomyces ).

Bisher gab es allerdings keine dokumentierten Tests von der Aussaat von verschiedenen Gemüsearten, das Pikieren, die Vorkultur, das Ausspflanzen und die dann zu erfolgende Feuchtigkeitsführung, bis hin zur Ernte.

All das erfolgte jetzt  auf verschiedenen Parzellen der Klostergärtnerei in Schäftlarn.Angefangen von Barbarakraut, Winterportulak, Asia-Salat, Zwiebel Cipolla tropea tonda rossa , dem schwarzen Winter-Kugelrettich über Tomaten Sellerie und Lauch bis hin zu Buschbohnen ,Petersilie und Schnittlauch. Die Tests im Bereich der Tomate fanden wegen der Neuheit des Produkts und der zu erwartenden Ergebnisse nur in bedingtem Rahmen statt, denn es geht mir ja hauptsächlich um die Gewinnung von Qualitäts-Saatgut alter historischer Tomatensorten zur späteren Einlagerung in Svalebord/Island.

Unter dem Begriff bio-Fumigation versteht man also nicht nur den Verrottungsprozeß(aus den Pellets erschließt sich den Pflanzen bester Bio-Dünger) sondern auch die damit verbundenen Gärvorgänge bei denen Gärgase entstehen, die wiederum Ihre Wirkung im Erdreich, direkt an den Pflanzenwurzeln vollbringen.(ähnlich Zwiebelschneiden)

Die in den Feldversuchen in Italien ausgebrachten 3t Pellets pro ha, konnten damals  natürlich nicht explizid erfasst werden, zudem handelte es sich auch um eine Monokultur.
Die jetzt von mir erarbeiteten Detaildaten bringen ein ganz neues Licht in die Vorgänge.Es geht ja auch um die sog. Verlebendigung des Bodens einer wertvollen Ressource also, sowie um Nachhaltigkeit, beiden Begriffen wurde ja schon Rechnung getragen an anderer Stelle dieser webside, eben weil es mir so wichtig erscheint

diese Faktoren wurden  beim ISHS Acta Horticulturae 933: XXVIII Internationalen Gartenbauausstellung Congress on Science und Gartenbau für Menschen (IHC2010): International Symposium on Organic Gartenbau: Effizienz und Nachhaltigkeit noch nicht beachtet, bzw. berücksichtigt.

Die kompletten Ergebnisse meiner Testreihe werde ich nach Freigabe durch den Hersteller an dieser Stelle veröffentlichen, bzw. das Bildmaterial Interessierten zur Verfügung stellen.Inwieweit 2014 eine Fortsetzung erfolgt, ist noch nicht entschieden, wäre aber sinnvoll.Datein als  pdf  bzw. als FotoCD dann ber mich (in deutsch)

Vorab schon mal das deutsche Ergebnisprotokoll als pdf
/sites/default/files/pix/Begleitschreiben%20f%C3%BCr%20Biofence%20Bericht.pdf

ein typisches Bild  beim vergleichenden Tomatenanbau :

/sites/default/files/pix/22%29Biofence%20Tom%20%20Vergleich.jpg
 

                     

Was wir heute tun, entscheidet darüber,wie die Welt morgen aussieht ; ( Boris Pasternak)

 

Diese Webside ist in  besonderem Masse an all jene gerichtet, die auf dem Weg ihrer Verwirklichung und Bewusstwerdung den Mut besitzen, dem Sinn des Lebens ihr Leben zu widmen.

Die Welt ist Gottes unausdenklicher Gedanke, und göttlich der Beruf zu denken ohne Schranke

Nichts auf der Welt, das nicht Gedankenstoff enthält, und kein Gedanke, der nicht mitbaut an der Welt

Darum liebt mein Geist die Welt, weil er das Denken liebt, und sie ihm überall so viel zu denken gibt.  (Friedrich Rückert,1788-1866)

 

an dieser Stelle der link zu einer ganz aktuellen Batchelorarbeit an der Uni Jena, wo ich ja mit PD habil.Dr. Volker Böhm seit Jahren eng zusammenarbeite.

Er beinhaltet auf knapp 100 Seiten, aus dem Blickwinkel der Ressourcenverwertung sowie  der bislang nie erfolgten Analyse der reinen getrockneten Tomatensamen, die wertvollen und nützlichen Inhaltsstoffe einer "Masse" die  ja bei der industriellen Verarbeitung der Tomate (z.B. in den USA gelangen fast 80% der Ernte an die Industrie zur Weiterverarbeitung)bisher vollkommen unbeachtet blieb

/sites/default/files/pix/Anna%20Westphal%20%28Bachelorarbeit%202013%29.pdf

was es dazu dann Neues gibt auf dem 2014 er Kongress wird spannend, denn dort wird das Projekt direkt dem Fachpublikum vorgestellt.

bin schon ein klein wenig stolz darauf, daß ich vor Jahren den Anstoss dazu gab, denn es interessierte mich brennend, was in den Samenkörnern vor sich geht, woraus sie bestehen etc.

Jetzt weiß mans , zumindest teilweise , und ist sehr überrascht was in den vielen tausend Körnern, mühsam handverlesen(nicht fermentiert) sich versteckt hält und darauf wartet genutzt zu werden.

und meine Samen der Sorten Waltiner und der Wildtomate Red Currant machen ein klein wenig Biologie-Lebensmitteltechnik Geschichte

mein Enkel wirds erst in ein paar Jahren verstehen, wie Dinge manchmal Ihren Anfang nehmen, aber an dieser Stelle möchte ich auch vom Interesse meiner beiden Nichten Christina und Katharina  berichten;Erstere studiert schon im 3.Semester Pharmakologie in Regensburg, die Katharina hat vor wenigen Wochen in Weihenstephan , also fast vor Onkels Haustüre mit dem Studium begonnen...Lebensmittelbiochemie...

ein klein wenig liegts also schon in den Genen, zu suchen , zu forschen, zu studieren zu beobachten, zu begreifen lernen.......wie wunderbar unsere Schöpfung doch beschaffen ist

 

während mancher Stunden mit manueller Tätigkeit in den Mauern der Benediktinerkloster-Abtei Schäftlarn, in der Gärtnerei, wird mir diese Tatsache immer wieder bewusst.

Wie spirituell anregend so ein Gewächshaus doch sein kann, wenn darin Samen zum Leben erweckt werden und daraus Nahrung für uns Menschen wächst.

Hier zu sehen Zwiebelsamen der Roten Varietät Cipolla Tropea Rossa Tonda in einem Saatbad mit dem informierten Steinmehl BIOLIT

 

Auch die Kunst soll hier nicht zu kurz kommen; Poetisch hat schon mein Lieblingsdichter Pablo Neruda von der Tomate geschwärmt

Ode To Tomatoes

The street filled with tomatoes, midday ,summer, light is halved

like a tomatoe

its juiceruns through the streets.In December ,unabated,the tomato invades the kitchen, it enters at lunchtime,

takes its ease on countertops,among glasses,butter dishes,blue saltcellars.

It sheds its own light,benign majesty. Unfortunately, we must murder it.

the knife sinks into living flesh, red viscera a cool sun,profound inexhaustible,

populates the salad of Chile, happily, it is wed to the clear onion, and to celebrate the union we pur oil,

essential child of the olive,onto its halved hemispheres,

pepper adds its fragrance, salt its magnetism

it is the wedding of the day, parsleyhoists its flag, potatoes bubble vigorously, the aroma of the roast knocks at the door, it`s time come on!!

 

and, on the table, at the midpoint of summer, the tomato, star of earth, recurrent and fertile star, displays its convolutions, its canals, its remarkable amplitude

and abundance, no pit,no husk, no leaves of thorns,

the tomatoe offers its gift of fiery color and cool completeness

 

Hier im Folienhaus meines Bekannten Sigi Finkel ,Berufsmusiker, in Ungarn/Himod  nahe Wien

 bin Jahrgang 54 und  habe seit August 2004 nur noch den rechten Lungenflügel zum Atmen(Plattenkrebs)  jetzt  um so mehr  Zeit für den Tomatenanbau.

hier eine Ernteauswahl vom Balkonanbau in Wolfratshausen 2009

hab das Bild "Erntevariationen" genannt, das meiste davon wurde bei den hier stattfindeneden Volkshochschulkursen verzehrt, verarbeitet, verkostet.......verlukullisiert mit den verschiedensten Gewürzen.

ein klein wenig Botanik  für alle Interessierten

 

 

 

 

 

Aktuelles aus 2012

kultiviert werden die Sorten:Jersey Devil, Redstaker,Colgar, LYC 859, Rammaliett,De Berao, frühes Ochsenherz rot, Hoffmanns Rentita, Schwarzwälder, Cerise, Auriga, Chin.Cherry, 42 days,Frühzauber,Black Cherokee, Amish Paste, Bistr, Olirose,Brimmers pink, Tumbler,Tempo,Anmore Treasure,Red Cavern,Zuckertomate,russ.Ochsenherz rot, Rote Birne, Moneymaker,Phyra, Boyarski, De Berao black, Extrem North, span.Ochsenherz,WT Peru, De Berao giant, Cerisette, Blueberry, Kosmonaut Wolkow, Waltinger CT, Peruanische Faust Wolgograder, San`ka, Ballade, Tasty Tom, Blue, Schwarzer Prinz, Dequasi, Black from Tula, Sibir. Schnellreifende, Jujube, russ. De Berao, Columbia CT, Humboldtii WT,Nostrano Grosso, Jalapa, Galina, Ciliega nano, Geranium Kiss, Jewish rot, Besser, Mobil, Niddoking, Triton, Benötigte Größe, Bali Cherry, Blue Fruit, Maiglöckchen, WT Lanzarote, WT Lettland, Extreme Bush, Atlastomate, Dschina, Peruanische Gelbe, Golden Dwarf, Matts wild Cherry, Marjuschka, Green Zebra, Golden Oscharowski, Celsior rot, Oscars Oxheart, Klartomate, Red Zebra, Cerise orange, Tarasenko Hybr. Jubiläum, Dr. Walter Neuseeland, Tombolino,Weißer Pfirsich, Black Zebra, Dattelwein rot, Marmande, Minimaker, Sterne Moskaus F 1 Cherrokee Ronde, Goldstreif, Cold Set, Cour de beauf jap., Balkonzauber, Roter Kürbis, Aurea, Black Seaman, Green Lemon, Stierhoden, Blue Striped, Blue Wolly II, Jap. Treffle, Rosi Marunte, Big Zak, Berner Rosen, Green Lemon,Saint Pierre, WT T 314, Big Rainbow, Black Altai, Gestreifte Pfeffer, Selma, Ochsenherz weiß, Amish Salad, Accordeon?, Giant Zebra, Earla Yellow Striped, Siberia, Hungarian Giant African Vining, Holland Heirloom, Podarok, Bianca, Andenhorn, Revermum, Bajawa, Seef, Siegel dark, Baselbieter Röteli,Slawisches Meisterwerk,Agnisa

die hier in Kursiv-Schrift gekennzeichneten Sorten habe ich freundlicherweise als Original-Saatgut aus der Ukraine von Frau Viktoria Sidorova Dipl. phil. ,  zur Verfügung gestellt bekommen.Auch auf diesem Wege vielen herzlichen Dank!!

Bis zur 1. Ernte wird noch viel Zeit investiert, aber es lohnt sich

an die 2 Dutzend reife Sorten am 21. Juli 2012

Foto mit Sortenkennzeichnung finden Sie in der Bildergallerie

 

 

Die Reduzierung von Gießwasser, insbesondere bei der Tomatenkultur, hat 2012 beste Aroma-Steigerungs-Ergebnisse erbracht.Während meiner 1.Tunesienreise im Nov.2012 habe ich mich noch intensiver mit dieser Materie befasst.Wie wird mit geringsten Mengen in einer Wüstenoase trotzdem qualitativ hochwertiges Gemüse(Tomaten etc) kultiviert.

Wie trotzt man dort unter sengender Sonne, dem fast immerwährendem Wind dem Klima Hier existiert jahrtausende altes Wissen um eine früher noch reichere Kulturlandschaft zu Zeiten der Römer und Phönizier.Hier stehen Olivenbaumhaine in Kultur, wachsen Kaktusfeigen(tolle Frucht siehe Lukullus) , gedeihen Datteln, delikate Bohnen, Tomaten,Kartoffeln, Getreide usw. .

Apropo Wasser + (Wüsten)-Salz mache ich hier gerne einen Quervermerk zu einem tollen Buch, das ständiger Begleiter für meine Volkshochschulkurse geworden ist. Frau Dr.Barbara Hendel und Peter Ferreira haben da ganz eindrucksvolle Daten und Fakten zusammengetragen und verständlich erläutert.

Wasser & Salz Urquell des LebensISBN  3-00-008233-6

 

Wenn wir hier in unseren gemäßigten Zonen mit dem Begriff Ressourcen umgehen, so sollte dieser einmal grundlegend hinterfragt werden, denn dann bekomme ich auch die Antwort auf die Frage: was sind „klimakterische“ bzw. nicht-klimakterische Tomaten

 

Beginnen wir jedoch mit der Fragestellung der Nachhaltigkeit,

was das eigentlich ist, woher kommt der Begriff , wie er geprägt wurde

Begeben wir uns also auf eine Zeitreise zu den Quellen, dieses Leitbegriffs

 

Erinnern Sie sich an die Bilder der amerik. Raumkapsel Apollo 17, von 1972?

Damals ging das Bild „ Blue Marble“, eine Aufnahme unseres Erdballs, detailliert der Mittelmeerraum bis zur Antarktis, um die ganze Welt.(Zit. Ulrich Grober)

dazwischen liegen 40 lange Jahre erbarmungsloser Raubbau an unserem Planeten, zu Wasser und zu Land

Der chin. Diplomat Sha Zukang, Generalsekretär der erst kürzlich im Sommer 2012 tagenden UN Konferenz in Rio de Janeiro(Conference on Sustainable Development) formulierte es so: Nachhaltige Entwicklung ist nicht optional.Sie ist der einzige Weg, der es der gesamten Menschheit erlaubt, ein gutes Leben auf diesem einzigartigen Planeten zu führen

Nur ein frommer Wunsch?All diese programmatischen Erklärungen und (Lippen)Bekenntnisse bedürfen dringend der Ergänzung durch einen zutiefst beunruhigenden Befund:In den 20 Jahren, seitdem im "globalen Dorf" von "sustainable development" die Rede ist, nahm der  "ökologische Fußabdruck" der Menschheit ungebremst weiter zu.

US-Forscher sprechen schon vom Denkbild der "Earth Overshoot Day" , dem Tag ab dem Nichts mehr geht quasi, also die Grenzen der Belastbarkeit der planetarischen Ökosysteme überschritten werden.In diesem Zusammenhang könnte ich unzählige Passagen aus dem Buch von Fritz Reheis "Die Kreativität der Langsamkeit" einfügen.Er spricht da von Neuem Wohlstand durch Entschleunigung der Prozesse.[ISBN 3896780689]

Aber was ist Nachhaltigkeit?Die am meisten zitierte Formel ist bereits 25 Jahre alt und ist nachzulesen im Abschlussbericht der 1987er UN-Brundtland -Kommission.Man versteht darunter eine Entwicklung welche die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eignen Bedürfnisse zu befriedigen.......klingt logisch und ist nicht schwer zu verstehen...aber ich frage mich warum tun wir uns alle dann damit soooo schwer?

Damals ist also ein Leitbild für das 21. Jhd. entstanden und im Erdgipfel der UN in Rio 1992 vollzogen; Er ist und bleibt Hauptbegriff im Zukunftsdenken der Weltgemeinschaft bei der Gestaltung des 21. JHD--und für die Rettung des Planeten aus einer tiefen Krise.

Die Etablierung dieses Konzepts( so U.Gruber) war ein Ereignis von epochalem Rang.Seine Tragweite sowie Tiefendimension aber haben wir noch längst nicht verstanden, also begriffen was zu tun ist.

Wie oft in solchen Fällen ist der Rückgriff auf die Historie des Begriffs hilfreich, ja sogar notwendig.Der Philosoph Werner Beierwaltes, den ich pers. sehr schätze, hat einmal für die Philosophie formuliert: Die systematischen Grundprobleme sind keine Neuentdeckungen der Gegenwart.Sie werden in Ihrer Komplexität überhaupt erst verstehbar, wenn die vielfältigen Aspekte, die zuvor schon von vielen erfasst, bedacht,verworfen oder gebilligt, weiterverfolgt oder aufgegeben worden sind, neu ins Bewusstsein gehoben und bewertet werden.   ...genau das gilt auch für den Nachhaltigkeitsdiskurs

wer sich näher in diese Materie einlesen möchte, dem empfehle ich als Lektüre : ISBN978-3-88897-824-1
EAN: 978388978241

Eine andere Lesequelle zur "Neuorientierung für eine nachhaltige Landwirtschaft finden Sie unter http://www.ekd.de/EKD-Texte/neuorientierung_landwirtschaft2.html

 

 

Die Anzucht von Tomaten in den grauen Februar-Wochen, der Austausch von Erfahrungen und Saatmaterial, die Vorfreude auf die auszupflanzenden Sämlinge,ab 2013 werde ich mein Saatgut vorher einem Saatgutbad unterziehen

die Benediktinerschwestern  der Abtei zur heiligen Maria  in Fulda haben mit dem Produkt Humofix, einem Pulver aus 5 Heilkräutern, Eichenrinde,Milchzucker und Honig etwas ganz tolles wiederentdeckt, das auch zur Kompostgewinnung und zur Blumenpflege eingesetzt werden kann

die ersten Blüten

für Interessierte hier ein link wie die Pflanzenhormone Auxin und Cytokinin wirken /sites/default/files/pix/Auxin%20Cytokinin.pdf

Hier in München im MPI (Max Planck Institut) wird hierzu geforschthttp://www.mpipz.mpg.de/9715/koornneef-dpt

und Fruchtansätze,

schon in diesem Stadium werden wichtige Flavonoide von der Pflanze erzeugt. siehe hierzu der Artikel unter der Rubrik "Lycopin" /sites/default/files/pix/Flavonoide.pdf

das Auseinandersetzen mit den Witterungseinflüssen der Natur und Ihren Unwillen und und und........................

Alles zusammen ein Hobby ohne viel Aufwand, mit viel Ertrag (Früchte und Glückshormone!!!!) und dem Vorteil: des Verspeisens; lukullisierendirekt vom Strauch , zu jeder Tageszeit, ohne große Wege ,sonnenwarm genießen, Freunden mitbringen,

Anderen eine kleine Freude damit bereiten zu können.

Gesundheit verschenken einfach G E S U N D leben

Getuntes ,also fast künstlich hergestelltes Gemüse kann  man nicht als Gesundlebensmittel bezeichnen

weltweit werden heute ca 100 Millionen Tonnen Tomaten auf mehr als 3Millionen ha Anbaufläche ====produziert=== mit zu hinterfragenden Mitteln, auf eine meist unnatürliche Weise, verbunden mit Transportwegen die mehr als gigantisch sind.

Schauen Sie sich dieses Video an!!

Ich freue freue mich über jegliche news zur gesamten Thematik T O M A T E

 

 

 

Neuheiten aus der Wissenschaft rund um die Tomate

Pflanzengenom         Der Tomaten-Code ist geknackt

Was macht die Tomate saftig, süß und robust? Auf der Suche nach Antworten haben Forscher das Erbgut der roten Frucht entziffert. Nun müssen sie es verstehen lernen.

Was macht die Tomate zur Tomate und nicht zur Kartoffel? Ein Unterschied von gerade einmal 8 Prozent in ihrer Erbinformation

. "Die Familie der Nachtschattengewächse ist besonders", sagt Heiko Schoof von der Universität Bonn. "Erstaunlich ist die Vielfalt an Nahrungsmitteln und Nutzpflanzen, die aus ihnen hervorgegangen ist." Neben Tomate und Kartoffel zählt etwa auch die Aubergine, Paprika oder Tollkirsche dazu. Ihren Verwandtschaftsverhältnissen spürt der Pflanzenbioinformatiker nach. Helfen soll die Genetik.

Und die Kenntnis der Genetik  liefert eine Unmenge an Daten. Das zeigt Schoof zusammen mit mehr als 300 weiteren Wissenschaftlern im Magazin Nature: Hier präsentieren die Forscher nun das vollständig sequenzierte Erbgut der Tomatensorte "Heinz 1706". Nach dem Kartoffel-Code, den Genetiker bereits 2011 knackten, erhoffen sich Forscher nun weitere genetische Grundlagen. "In den Daten liegt ein ungeheurer Schatz an Ressourcen, die viele auch züchterisch nutzen möchten", sagt Heiko Schoof. Mit der Genomsequenz besitzen die Forscher nun erstmals die Folge der Grundbausteine des Tomatenerbguts. Nun müssen sie allerdings noch darin lesen lernen.

 

 

  1. The Solanum whole genome triplication.The tomato genome allows systems approaches to fruit biology.Tomato genome topography and synteny.So setzt sich Natur zusammen. Biologische Wissenschaft auf dem Höhepunkt? Mögen wir hoffen, daß all diese Erkenntnisse Zwecken dienen, die auch dem Menschen als Verbraucher dienen und nicht nur wenigen Konzernen.Mögen wir es nicht erleben, daß wie aktuell importierte Erdbeeren aus China bei tausenden von Kindern in den neuen Bundesländern , zu schwersten Erkrankungen führen

Rund 35.000 Gene zählt das Tomatengenom. Darin verschlüsselt finden sich die Baupläne für die Größe der Frucht, ihr Wachstum, ihre Fleischigkeit, Zuckergehalt bis hin zur Stabilität ihrer Schale. Alles Dinge, die Züchter bereits beeinflusst haben. Schließlich muss die Tomate besonders gut zu lagern und zu transportieren sein und bei der Ernte sollte sie auch nicht platzen.

Das Tomatengenom zu Zeiten der Dinosaurier

Die Einkreuzungen von Wildsorten( Lyc. esc. pimpinellifolium wie ich sie seit Jahren anbaue und vermehre)

in die Heinz 1706 haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Spuren im Genom hinterlassen.

Doch die genetische Vielfalt der Tomate liegt weitaus länger zurück, in der Zeit vor rund 60 Millionen Jahren, als die Dinosaurier noch den Planeten bewohnten, ehe sie – erdgeschichtlich gesehen – kurz darauf ausstarben. Das Tomatengenom, so haben es die Forscher zurückverfolgt, verdreifachte sich zu dieser Zeit.

Einige der vor Urzeiten kopierten und erhalten gebliebenen Gene steuern bis heute, wie die Tomate reift, sich festigt und färbt.

Sven Stockrahm

Whole-genome triplications set the stage for fruit-specific gene neofunctionalization.

"Die Triplikationen könnten der treibende Faktor der Anpassung gewesen sein", sagt der Genetiker Schoof. Ähnliche Kopiensätze von Genen finden sich auch in anderen Pflanzengenomen. Sie könnten am Ende der Ära der Dinosaurier verantwortlich gewesen sein, dass sich innerhalb weniger Millionen Jahre unzählige Pflanzenarten entwickelt haben.

Mit ihren Tomatendaten stehen die Forscher erst am Anfang. "Der Vergleich mit anderen Nachtschattengewächsen soll zeigen, wie der oft gemeinsame und sehr ähnliche Satz an Genen zu so unterschiedlichen Pflanzenformen führen konnte", sagt Schoof. Die Familie der Nachtschattengewächse bildet eine der Grundfesten in der Agrarwirtschaft. Sie werden als Nahrungsmittel, Gewürze oder auch als Lieferanten für Arzneimittel angebaut. "Unser Ziel ist auch die Frage, wie wir das genetische Verständnis der Pflanzenvielfalt nutzen können, um die Bedürfnisse der Gesellschaft nachhaltig erfüllen zu können."

Die Gemüse-Codes könnten in Zukunft entscheidend werden, wenn es darum geht, Nutzpflanzen robuster gegen Schädlinge, Trockenheit und Krankheit zu machen.

Als die Tomate im 16. Jahrhundert Europa erreichte, ging äußerlich vieles davon verloren: Kaum mehr als eine Handvoll Sorten wurde importiert und kultiviert. Durch intensive Züchtung verkümmerte die genetische Vielfalt. Dabei gibt es in Lateinamerika, der Heimat vieler Nachtschattengewächse, noch Hunderte verschiedener Tomaten. Ihre Geheimnisse gilt es zu entdecken und zu bewahren.

Das ist mit auch meine Aufgabe..Biodiversität erhalten, suchen, anbauen und Saatgut gewinnen, auch für die kommenden Generationen

Das Tomato Genome Consortium gründete sich 2003 auf einer wissenschaftlichen Konferenz in Washington DC, USA. Aus Deutschland waren bei der Analyse der Genomsequenzen Forscher aus dem Helmholtz Zentrum München, dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln und der Universität Bonn beteiligt. Weltweit wurde für eine Vielzahl von Pflanzengenomen das in Deutschland etablierte und stetig weiterentwickelte bioinformatische Knowhow zur Annotation der Sequenzinformationen genutzt.

Geschmack wird durch wenige flüchtige Aromastoffe bestimmt

Auch die Ursachen für den aromatischen Geschmack der roten Frucht wurden kürzlich in einer anderen Studie (Tieman et al., 2012) untersucht. Unter anderem fragten sich die Wissenschaftler, ob es der Anteil an Zuckermolekülen (Fruktose und Glukose) ist, der den Geschmack bestimmt. Die Forscher betrachteten die chemische Zusammensetzung der Furcht und fanden heraus, dass wenige flüchtige Aromastoffe dafür verantwortlich sind. Von den 400 flüchtigen Aromastoffen, die in Tomaten identifiziert werden konnten, beeinflussen jedoch nur 12 den Geschmack! Demnach bestimmen nicht alle enthaltenen Geruchsstoffe auch unweigerlich den Geschmack.

Die Süße der Tomate wird ebenfalls durch 12 Aromastoffe bestimmt. Dabei sind acht davon identisch mit den Aromastoffen, die für den Geschmack verantwortlich sind. Der Geschmack hat also mit dem Geruch der Frucht zu tun. Dies könnte ein zusätzlicher Baustein sein, um noch schmackhaftere Tomaten zu züchten. So könnte z.B. die durch unsere Geschmacksnerven wahrgenommene Süße von Tomaten gezielt erhöht werden, ohne den Zuckergehalt zu erhöhen.

Bald keine geschmacklosen Tomaten mehr?

Bei dem Experiment untersuchten die Forscher 278 Proben, die von 152 verschiedenen Tomatensorten stammten. Dabei wählten sie 66 Sorten aus und ließen Probanden den Geschmack der Tomaten beurteilen. Sie analysierten danach, ob sich die Tomatensorten, die beliebt waren genetisch von denen unterschieden, die den Versuchsteilnehmern nicht schmeckten. Die chemischen Unterschiede konnte nicht auf genetische Variabilität zurückgeführt werden, da sich die Zuchttomaten von ihrer DNA nur wenig unterschieden. Damit wird abermals deutlich, dass viele Merkmale in den Genen liegen, aber auch andere Faktoren auf den sogenannten Phänotypen Einfluss nehmen.

Weiterführende Forschung ist nötig, um diese Ergebnisse - also die chemischen Eigenschaften - mit der genetischen Ausstattung von Tomaten zu verknüpfen. Gelänge dies, könnte man nicht nur die Erträge, Größe und Resistenz von Zuchttomaten verbessern (also die Wirtschaftlichkeit), sondern auch ihren aromatischen Geschmack, ohne die anderen wichtigen Merkmale zu verlieren.


Quellen:
Tomato Genome Consortium (2012): The tomato genome sequence provides insights into fleshy fruit evolution. In: Nature, 485, 635–641, online, 30. Mai 2012, doi: 10.1038/nature11119.

Tatsächlich, so Andersen, sei das Aggressionslevel, das durch den Verzehr von Tomaten in all ihren Erscheinungsformen (Stabtomaten, Tomatillos, Fleischtomaten, Strauchtomaten etc.) und von Tomatenprodukten wie Ketchup, Konzentrat und Gewürz erreicht werde, gerade erst für Haustiere empirisch nachgewiesen worden. Für die Studie hatte man 15.000 neugeborenen Zucht- und Haustieren die Fütterung mit Tomatenpartikel-gespeisten Produkten komplett entzogen, um die Aggressionsraten mit einer Vergleichsgruppe an normal gefütterten Tieren abzugleichen.

"Signifikant ist, dass tomatenfrei aufgezogene Tiere so etwas wie Aggression nicht kennen", so Anderson im sz.de-Interview. "Natürlich gehen auch ATG-unkontaminierte Katzen auf die Jagd nach Mäusen. Aber ihr Verhalten ist aggressionsfrei gegenüber Artgenossen."

Dies sei das Ergebnis der ATG-Studie, das nun im Verbund mit den nordamerikanischen Teamkollegen auch für humane und humanoide Lebensformen überprüft werde. "Menschen, Affen, Hunde, Hühner- was immer mit dem ATG in Berührung kommt, zeigt signifikant hohe Aggressions- und Schlechte-Laune-Werte."

Tomaten-ATG findet sich indes nicht nur auf und in Lebensmitteln, sondern auch als Verbundstoff in Papierbrottüten, Wandfarbe und Tennissocken. Das ATG gilt als unzerstörbar und wirke auch in eingeatmeter Form.

"Die Evolution wird eine völlig neue Richtung nehmen"

"Wir hatten den Verdacht, dass in Tomaten mehr drin ist als Wasser und rote Farbe", lässt sich Kathleen Glass, Associate Director des FRI, zitieren. "Die Forschungen der dänischen Kollegen haben in eine eindeutige Richtung gezeigt - und jetzt haben wir es bewiesen: Tomaten-ATG ist verantwortlich für die Aggression in der Welt. Das werden die gerade laufenden Langzeitversuche mit Babys und Affenjungen unumstößlich belegen. Man stelle sich vor: Eine Welt ohne Tomaten - das ist der Weltfriede in heiterer Verfassung."

Während nun geforscht wird, ab welcher ATG-Konzentration sich beim Menschen die Aggressions-Induktionen bemerkbar machen, wird gleichzeitig untersucht, ob die Kontamination mit ATG auch reversibel sein könnte. "Wir sind mitten drin", sagt Sven Bode Andersen, "es ist nur erwiesen, dass ATG in allem, was aus Tomaten hergestellt wird, vorhanden ist und wirkt: Gen-Tomaten, Bio-Tomaten, Pizza-Grundierung. Was wir gerade untersuchen, ist, ob sich das Aggressions-Niveau in einer ATG-dekontaminierten Umwelt wieder abbaut. Bei Hühnern scheint es so zu sein, aber das haben wir noch nicht wasserdicht."

"

Es sei sehr schwer, einen tomatengenfreien Raum zu schaffen. Die Nasa arbeitet angeblich an einem keimfreien Container, in dem keinerlei ATG verbaut ist, einem Quarantäne-Raum. "Die Evolution wird eine völlig neue Richtung nehmen", so Bo Thamdrup, Professor am dänischen "Nordic Center for Earth Evolution (NordCEE). "Eine tomatenfreie Welt ist eine aggressionsfreie Welt. Mensch und Tier können aufatmen. Wir werden sehen, welche Potentiale dann in unserer Spezies frei werden."

Während jetzt schon absehbar ist, dass die transkontinentale Forschungsgruppe, sollten sich ihre Forschungsergebnisse weiter erhärten, einen Nobelpreis bekommen wird, gilt nur noch als unklar,

ob es der für Medizin, Biologie oder Frieden sein wird. Befürworter würden dem Team am liebsten alle zusprechen.

"Tomaten kommen nicht mehr auf den Tisch"

Das dänische Königshaus, das offenbar unter Hochdruck daran arbeitet, "Lille Prinsesse" als erstes aggressionsfreies Potentatenkind aufwachsen zu lassen - weil in kompletter Isolation von ATG -, gibt indes nur spärlich Informationen zum wahren Grund der Taufabsage an die Öffentlichkeit. Anscheinend hätte es ursprünglich unter anderem Tomaten-Mozzarella-Platte anlässlich der Feierlichkeiten am königlichen Hof gegeben. Nun wird eine Bedienstete mit den Worten zitiert: "Das königliche Paar hält strenge Diät. Tomaten kommen nicht mehr auf den Tisch."

Ein Vorkoster habe den ATG-Gehalt in Raumluft und Nahrung zu prüfen. Prinz Joachim wurde beim Golfen gesehen, war aber für die Presse nicht zu sprechen. Prinzessin Marie geht gar nicht mehr außer Haus, beziehungsweise außer Schloss, und hat alle Repräsentationstermine bis auf weiteres abgesagt.

Was sich auch immer hinter den Schlossmauern Dänemarks wirklich abspielen mag: Die Welt schaut gerade wesentlich gespannter und gebannt auf die Weißkittel-Helden des "The Food Research Institute" an der University of Wisconsin-Madison. Sie werden weiterforschen, soviel ist sicher. Neue Ergebnisse sind täglich zu erwarten.

Dennoch stellt sich dem homo sapiens nun die ernstzunehmende Frage: Wie bekommt er die Welt jetzt restlos tomatenfrei?

Wer Interesse an mehr Informationen hat, möge sich mit mir in Verbindung setzen.Gerne helfe ich weiter

 

Nachhaltigkeit: Ursprung und Bedeutung für die Landwirtschaft

"Nachhaltigkeit" ist ein gängiges Schlagwort, doch was ist darunter zu verstehen und welche Rolle spielt das Konzept in der Landwirtschaft und in der Pflanzenforschung?

Autor hat sich beim Lesen des Büchleins: "Ein Praxisbuch zum Mehr-Wert nachhaltiger Landwirtschaft"  ISBN 3-76981453-3  so seine Gedanken gemacht.

Passend zum Erntedankfest 2012 Tatsachen,Ziele und Gedankenanstösse von der Seite des Autors.

Der Begriff der Nachhaltigkeit

Der Begriff der "Nachhaltigkeit" wird in vielen Zusammenhängen als Schlagwort benutzt – ob in Politik, Wirtschaft oder Forschung, als Begründung einer Forderung, als Rechtfertigung einer Maßnahme oder als Qualitätsmerkmal eines Produkts.z.B. Tomaten aus biologischem Anbau

Dabei verwenden jedoch viele Akteure "Nachhaltigkeit" in vielerlei Zusammenhängen – ob Umweltschutz, Ressourcenverbrauch, Landwirtschaft, Forschung, Wirtschaftswachstum, Globalisierung, Arbeitsplatzsicherung, Bildung, Konsumverhalten, Bevölkerungswachstum, Armutsbekämpfung, Verantwortungsbewusstsein, ... .

Was ist unter Nachhaltigkeit also zu verstehen, woher kommt der Begriff und welche Rolle spielt das Konzept in der Landwirtschaft und in der Pflanzenforschung?

Während im intern. Bereich die Ursprünge des Konzepts der Nachhaltigkeit in einem Bericht des "Club of Rome" aus dem Jahr 1972 und im "Brundtland-Bericht" der Vereinten Nationen gesehen werden, wird in deutschen Quellen darauf hingewiesen, dass der Begriff einer nachhaltenden Nutzung bereits 1713 in der Forstwirtschaft verwendet wurde. Holz war somit die erste Ressource bei der erkannt wurde, dass ihrer langfristigen Nutzung – als Baumaterial und Brennstoff – Grenzen gesetzt sind durch ihre Regenerierbarkeit. 

Die grundlegende Idee, dass es langfristig zu einem Konflikt zwischen gegenläufigen Entwicklungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt kommen kann, wurde also schon knapp 300 Jahren etabliert. Der Begriff der "nachhaltigen Entwicklung" hingegen erst vor gut 25 Jahren. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen berief 1983 eine Kommission ins Leben, deren Hauptaufgabe es war, langfristige Umweltstrategien vorzuschlagen, um nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen. Diese "Weltkommission für Umwelt und Entwicklung" wurde nach ihrer Vorsitzenden, der norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland, gemeinhin als "Brundtland-Kommission" bekannt. Ihren Bericht stellte die Kommission 1987 vor.

Ausgehend vom Weckruf der Brundtland-Kommission entschied die UN-Generalversammlung, für 1992 eine "Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung" einzuberufen. Diese Konferenz, wegen ihrer noch nie dagewesenen Größe und Reichweite gemeinhin auch "Erdgipfel" genannt, fand in Rio  statt. Inhaltlich ging es darum, die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Staaten zu überdenken. Es sollten Wege gefunden werden, natürliche Ressourcen zu erhalten und die globale Umweltverschmutzung zu stoppen. Dabei sollten anstehende schwierige und unpopuläre politische Entscheidungen durch die UN Konferenz legitimiert und eine nachhaltige Entwicklung in allen Ländern sichergestellt werden. Die Verflechtung von Umweltschutz, wirtschaftlicher Entwicklung und gesellschaftlichem Wohlergehen wurden dabei ebenfalls unterstrichen. Der Erdgipfel von Rio mündete in der "Erklärung über Umwelt und Entwicklung“, sowie in der Annahme der "Agenda 21“. Als Nachfolger des Erdgipfels von Rio fand im Jahr 2002 der "Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung"  in Johannesburg (Südafrika) statt. Zehn Jahre nach Rio sollte dieser die vollständige Umsetzung der in Rio beschlossenen Agenda 21 voranbringen. In Südafrika wurden die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen definiert. In diesen kommt der Landwirtschaft bei der Bekämpfung von Hunger und Armut und bei der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung eine herausragende Bedeutung zu.

In Bezug auf Wissenschaft, Forschung und Technologie enthält der Bericht weitere Forderungen. So soll der Einsatz moderner Technologien unterstützt, der Technologietransfer gewährleistet, größere wissenschaftlich-technologische Kapazitäten zu Gunsten der nachhaltigen Entwicklung aufgebaut, wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien stärker genutzt und sichergestellt werden, dass Wissenschaft, Technologieentwicklung und Ingenieurtechnik eine größere Bedeutung zukommen. 

Das Drei-Säulen-Modell 

Neben der wachsenden Wahrnehmung und Diskussion nachhaltiger Entwicklung in Politik und Gesellschaft wurde das Konzept der Nachhaltigkeit in den letzten Jahrzehnten auch theoretisch diskutiert und weiterentwickelt. Während zu Beginn der Nachhaltigkeitsdiskussion vor allem darauf hingewiesen wurde, dass ungebremstes Wirtschaftswachstum in die ökologische Katastrophe führt, hat sich inzwischen ein Konsens gebildet, dass Umweltschutz auch durch eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unterstützt werden kann bzw. durch diese erst möglich wird. Es ist weitestgehend unstrittig, dass nachhaltige Entwicklung auf einem Ausgleich zwischen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zielen beruht – selbst wenn offensichtlich ist, dass es hierbei zu Zielkonflikten kommen kann, z.B. zwischen industriellem Wachstum und dem Erhalt natürlicher Ressourcen. 

Das Spannungsfeld zwischen diesen drei Kategorien wird oftmals in Form des Dreiecks dargestellt. Das grundlegende Problem der nachhaltigen Entwicklung besteht daher weniger in der Frage welche Ziele verfolgt, sondern wie die Zielerreichung gemessen und einzelne Ziele gewichtet werden sollen.  Ein Zielkonflikt besteht z.B. wenn arme Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländer ihre Existenz "heute" auf Kosten der Umwelt "morgen" sichern. Zusätzlich stellen ein Systemdenken und eine Langzeitperspektive wesentliche Merkmale nachhaltiger Entwicklung dar

Herman Daly, einer der Begründer der Umweltökonomie, hat drei grundsätzliche Prinzipien der Nachhaltigkeit aufgestellt: 

  • Erneuerbare Ressourcen dürfen nicht schneller verbraucht werden als sie sich regenerieren.

  • Nichterneuerbare Ressourcen dürfen nur in dem Maße erschöpft werden wie erneuerbare Ersatzstoffe und Substitutionsmittel bereitgestellt werden.

  • Schadstoffemissionen und Abfallstoffe dürfen nur in dem Maße ausgestoßen werden wie die Selbstreinigungskraft der Umwelt ihre negativen Auswirkungen neutralisieren kann. 

 

Ein Vorreiter bei der Messung der Umweltbelastung war der "ökologische Fußabdruck". Dabei wird der aktuelle Ressourcenverbrauch einer Gesellschaft berechnet und den langfristig vorhandenen Ressourcen, gegenübergestellt.

Entsprechende Berechnungen auf globaler Ebene zeigen, dass die Menschheit derzeit 1,4 Mal so viele Ressourcen verbraucht, wie die Erde langfristig bereitstellen kann. Dieses Prinzip wird mittlerweile weitverbreitet angewandt, z.B. auch spezifisch für den Wasserverbrauch.

Einen neueren und umfassenderen Indikator stellt der "Environmental Performance Index" (EPI) dar. Der EPI bündelt über zwei Dutzend Indikatoren, die Themen wie Klimawandel, Landwirtschaft, Biodiversität, Wasser, Luftverschmutzung oder die umweltbedingte Krankheitslast abdecken.

Damit soll er helfen abzuschätzen, wie erfolgreich einzelne Länder mit ihrer Umweltpolitik sind. In Deutschland verfolgt der Rat für Nachhaltige Entwicklung mit seinem "Ampelbericht" ein ähnliches Ziel. 

Auf ähnliche Weise wie diese Indikatoren auf gesellschaftlicher Ebene, erlauben Ökobilanzen die "Nachhaltigkeit" bzw. die Umweltwirkungen eines Produkts, eines Verfahrens oder einer Dienstleistung über den gesamten Lebenszyklus abzuschätzen.

Weitere Kennzahlen und Indizes für Nachhaltigkeit  rücken Aspekte wie Armut, gesellschaftliche Teilhabe, Kultur und Lebensstile stärker in den Vordergrund. Dies zeigt, dass eine Messung nachhaltiger Entwicklung immer auch eine Wertung bzw. Gewichtung der inhaltlichen und zeitlichen Dimensionen – Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft einerseits und Gegenwart und Zukunft andererseits – beinhaltet.

Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft 

Wie bereits dargestellt, entspringt der Gedanke der Nachhaltigkeit der Land- bzw. Forstwirtschaft. Auch die großen politischen Ereignisse der letzten Jahrzehnte, auf denen die globale Politik der Nachhaltigkeit definiert wurde, unterstreichen die Rolle der Landwirtschaft.

Die Landwirtschaft muss den Bedarf an Nahrung und nachwachsenden Ressourcen für eine wachsende Weltbevölkerung decken und dabei auch noch bei der Bekämpfung der Armut in Entwicklungsländern helfen. Gleichzeitig darf die Landwirtschaft nichterneuerbare Ressourcen und Land nicht weiter verknappen, sondern sie soll die Umwelt und biologische Vielfalt schützen. 

Landwirtschaft als Quelle von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energieträgern 

In den nächsten 40 Jahren wird die Weltbevölkerung um 40 Prozent wachsen. Gleichzeitig wächst das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen. Mehr Menschen benötigen mehr Nahrung. Durch den steigenden Wohlstand konsumieren die Menschen zunehmend höherwertige Lebensmittel, insbesondere tierische Nahrung. Somit werden mehr Futtermittel benötigt. Gleichzeitig sollen mehr nachwachsende Energieträger und Rohstoffe genutzt werden. So will z.B. die EU bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent ihres gesamten Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen decken.

Und die USA wollen bis 2022 ihrem Benzin sieben Mal so viel Biokraftstoffe beimischen wie bisher.

Die große Frage für die Zukunft ist daher, wie Landwirtschaft all diese Ansprüche nachhaltig befriedigen kann.

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Anbau von Wildtomaten zur Saatgewinnung,

Wildtomaten
 

am Spaliernetz an der Südterrassenwand mit 30cm Netzabstand zur Süd- Wand

speziellem Erde-Kompostgemisch sowie Wurmhumus
sowie verschiedenen Blühzeiten;
seit 2006 wird auch das altbekannte Düngerezept der Holzasche wiederbelebt.
dieser fast kostenlose an Kalium reiche Dünger (stickstofffrei) ist bestens für Tomaten geeignet.
Da wir im Winter im Kamin eh nur 3 jährig gelagertes Buchenholz verschüren, habe ich immer eine entsprechende Menge vorgelagert.

An Wildsorten für 2009 waren erfolgreich: Galapagos
Golden Currant
Humboldtii
Boliv. Obsttomate

für  2010 sind in Anzucht:Red Grape,Red Currant,Red Spoon,Small Egg,White Currant,Aurantiacum,Humboldtii,Galapagos,Wildtomate aus Peru,Wildtomate pink

siehe hierzu die Laborberichte der Uni Jena (Lycocard Projekt)http://www.lycocard.com/index.php/lyco_pub_de/projekt
besonders zu erwähnen der hohe Lycopin-Gehalt bei der hohlen Zahnrad Tomate sowie der Wildtomate aus Peru, die auch einen hohen beta-Carotin Gehalt entwickelte
in der braunen Sorte Nyagous wurde Zeaxanthin(oxydiertes beta Carotin) entdeckt
es hilft bei Makula-Degeneration im Alter durch antioxydative Wirkung

 

 2011 wurden im Kloster Schäftlarn  an Wildtomaten angebaut: die TaromateSaatgut hatte ich von Sigemar Gruno,http://www.tomaten-atlas.de/sorten/t/3073-taromate

wenn ich so wie hier links setze zum tomaten-atlas, so geschieht das ganz bewusst.denn dort werden alle Tomaten- Sorten erfasst und bebildert und für J e d e r ma n n  zugänglich, ausführlich beschrieben.Die Pflege dieser web-side erfordert viel Zeit und viele Fotos.Die Daten stammen jeweils  aus meiner  jährlichen Anbau-Dokumentation, die ich führe, um später das gewonnene Saatgut für das Leibnitz Institut (IPK) zu beschriften.

die rote birnförmige aus Lettland ( noch ohne Namen)

  Die rote Ur Tomate von den Kanaren        (Bild hierzu siehe Rubrik "über Lycopin")        http://www.tomaten-atlas.de/sorten/w/3005-wildtomate-kanarische-inseln                                                                                                                          

sowie eine Wildform aus Peru,http://www.tomaten-atlas.de/sorten/w/336-wildtomate-peru

die Humboldtii 99

und die  Jalapa  , bei der handelt es sich um eine schon kultivierte Wildform, die brachte kirschgroße süße Früchte auch in Hängeversion.

 

die  sog. "Naschtomaten" die sich leicht vom Stiel lösen lassen, also eine schnelle unkomplizierte Ernte: nach dem Motto von der Hand in den Mund, denn ich verzichte ja auf jeglichen Einsatz von chem. Mittel. Mir reicht die Arbeit meiner Mikroorganismen aus dem selbst fermentierten EMa

Saatgut von noch unbekannten Sorten stammen aus Forschungsreisen und werden mir vom Leibnitz Institut , dem IPK  immer gern zur Verfügung gestellt.

wer einen Einblick in die Vielfalt der Wildtomaten gewinnen möchte , der kann ja hier anklicken

es warten also in den kommenden Jahren noch viele schlummernde Samenkörner auf ihr Erwachen. Hierzu suche ich lfd. Lektüre um die Zusammenhänge der Keimung besser verstehen zu lernen

.Druckreif ist momentan erst ein kleiner Teil dieser Recherchen...alles dauert seine Zeit....

 


deutlich zu erkennen die typischen kräftigen Triebe aus den Blattachseln.Das wird eine prächtige Wildtomate mit vielen gesunden lycopinhaltigen Früchten
Daraus werden wir sicher wieder Sugo für die vielen VHS -Kursteilnehmer kochen.

WILDTOMATEN SUGO eine äußerst gesunde Köstlichkeit

 

Eine ganz neue Methode zum Anbau von Wildtomaten hat Birgit Rascher von den Bamberger Gemüsebauexperten 2012 gewählt
 

An der Universität Göttingen wurde das System entwickelt. Es werden Holzpfähle entlang der Tomatenreihen eingeschlagen, sodass ein    V      entsteht, und daran werden dann Schnüre gespannt. Über diese Schnüre legen sich die Wildtomaten dann im Laufe der Zeit ab. Sie berühren dadurch die Erde nicht, die Früchte bleiben sauber und können einfach geerntet werden. Deswegen sind die Pfähle auch nicht länger als einen Meter, damit man beim Ernten schön in die Mitte greifen kann.

Vier Reihen Schnüre spannt Birgit Rascher im Abstand von 20 bis 25 Zentimetern um die Holzpfosten, so ergibt sich ein stabiler Halt für die Tomatentriebe. Die verwendeten Schnüre sollten sehr reißfest und witterungsbeständig sein. Im Hausgarten kann man die Wildtomaten auch an den Gartenzaun pflanzen, sie regelrecht verflechten und auf diese Weise stützen. Zwei Monate nach dem Pflanzen und Schnüre ziehen ist vom Grundgerüst nichts mehr zu sehen, so viel Blattmasse hat alles umwuchert.

49 Tage brauchen Wildtomaten vom Pflanzen bis zur Fruchtreife, sie sind damit acht bis 20 Tage früher dran als normale Tomatensorten. Das liegt vor allem an der geringen Fruchtgröße der Wildtomaten, die man aus diesem Grund auch Johannisbeertomaten nennt.

'Rote Murmel' heißt eine Sorte, ihre Früchte wiegen durchschnittlich 2,4 Gramm, bei einem Durchmesser von etwa 15 Millimetern.

Es gibt die Johannisbeertomate in mehreren Erscheinungsformen - mit etwas längeren Rispen, Früchten, die eine Spur größer oder kleiner sind, gelbe, rote, schwarz-braune usw.

Den meisten gleich ist ihre feste Schale. Es knackt richtig beim Draufbeißen, ein sehr nettes Nascherlebnis, wenn die kleinen Früchte im Mund aufplatzen.

Bei Überreife gibt's natürlich auch Platzer, man kann schon im Blattwerkdschungel mal eine übersehen, deshalb entferne ich Laub im unteren Bereich, auch mal einen Trieb wenn es gar zu viel wird

Die gelben Johannisbeertomaten haben ein etwas anderes Aroma als die roten: Sie schmecken süßer und sind etwas weicher als ihre roten Schwestern. Man sollte die gelbe Sorte aber wirklich ganz ausreifen lassen. Erst wenn ihre Farbe schon ins Orange geht, sind die kleinen Früchtchen richtig reif, dann schmecken sie auch deutlich intensiver.

Die roten Johannisbeertomaten schmecken erfrischender und säuerlicher als die gelben - finde ich zumindest.

 

Viel Aktuelles und tolle Bilder zum Wildtomatenanbau finden Sie im neuen 2. Büchlein von Adelheid Coirazza


Um zu sehen, musst Du die Augen öffnen;

Um zu erkennen,musst Du sie schließen und denken.

Antiker Philosoph

links neben dem Skalpell der kleine Griffel einer Tomatenblüte, dessen fremde Bestäubung es gilt zu verhüten, um sortenreines Saatgut zu erhalten.Normalerweise befruchtet sich die noch geschlossene Blüte selbst.Dieses Bild dient nur zur Demo

Nicht bei allen Sorten ragt der Griffel aus der Blüte. Näheres gerne auf Anfrage.

 

In diesem Zusammenhang ist es für Hobbygärtner ganz gewiss gut zu wissen, daß beim Tomatenanbau im Gewächshaus, auch Kleingewächshaus (KGW), es passieren kann, daß trotz üppiger Blüte, es nicht zur optimalen Befruchtung kommt. Es ist bekannt, daß der Pollen bei Temperaturen ab über 33° C steril werden kann. Dies steht auch in einem sehr engen Zusammenhang mit der hohen  Luftfeuchte-Konzentration,  die dadurch entsteht.

Also auch um anderen Krankheiten vorzubeugen ist regelmäßiges Lüften sehr wichtig.Das Rütteln, bzw. Schütteln ( ich nenns Klingeln) der Blüten während der Befruchtungszeit ist also gar nicht so unerlässlich.In großen kommerziellen Betrieben übernehmen diesen Part ganze Hummelvölker.   Doch nicht mit dem Rüssel sondern durch die Vibration die an der Blüte entsteht, wenn sich der Flügelschlag der Hummeln im Schwebflug   stark erhöht.

Wer näheres darüber wissen möchte, kann sich gerne an mich wenden, wie übrigens auch bei allen anderen Fragen rund um die Tomatenzucht, werde ich bemüht sein, Auskunft zu geben.

 


Z u k u n f t säen V i e l f a l t ernten

auch Sie können privat Ihren Beitrag leisten um die (=Ihre) lokale Kultur zu bereichern.

 

In gewissem Maße kann sogar das Landschaftsbild eine positive Veränderung erfahren

Artenschutz-Konvention (Biodiversitäts-Konvention)Stellt einen Teil des Erdgipfels dar, der 1992 bei der Rio-Konferenz beschlossen wurde
das ist jetzt 18 Jahre !! her

(was ist inzwischen geschehen....???)

Die Veränderungen der Umwelt bedrohen die Zukunft der Menschheit. Manche Änderungen sind direkt und unmittelbar für den Menschen spürbar, z.B. der Klimawechsel oder die Häufigkeit von Ozonalarm. Andere tiefgreifende Veränderungen vollziehen sich eher unbemerkt.

So sterben 100 bis 200 Arten an Pflanzen und Tieren aus - pro Tag!

Die Artenschutz-Konvention ist ein Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt. Die Welt soll die biologische Vielfalt erhalten und ihre Grundelemente auf gerechte und ausgewogene Art nachhaltig nutzen. Konkret heißt dies, dass die Nutzung so erfolgen muss, dass die biologische Vielfalt langfristig nicht weiter gefährdet wird.

Die Länder haben das Recht, über ihre biologischen Ressourcen zu verfügen, sind aber auch dafür verantwortlich, dass ihre biologische Vielfalt erhalten
bleibt und dass ihre biologischen Ressourcen auf nachhaltige Weise genutzt werden.
Weltweit sollen Tier- und Pflanzenarten geschützt und ihre bedrohten Lebensräume und das dort
vorhandene genetische Potential gesichert werden.
So verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten,Gesetze zum Schutz gefährdeter Arten auszuarbeiten, Schutzgebiete zu schaffen und eine umweltgerechte Entwicklung der umliegenden Gebiete zu fördern, geschädigte Ökosysteme zu
rehabilitieren und wiederherzustellen und die Erhaltung bedrohter Arten durch die Unterstützung lokaler Gruppen zu fördern.

Außerdem verpflichten sich die Unterzeichner, bei Projekten, die die biologische Vielfalt gefährden,eine Umweltverträglichkeitsprüfung unter Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen, um Schäden zu vermeiden bzw. auf ein Minimum zu begrenzen.

Dabei ist eine gerechte Verteilung der Vorteile und Gewinne anzustreben, welche die Ergebnisse von Forschung und Entwicklung sowie die kommerzielle und anderweitige Nutzung von Genressourcen mit sich bringt.

Darf ich an dieser Stelle , so wie auch Frau Adelheid  Coirazza vom Tomatenadel in Ihrem tollen Buch TOMATEN"200 Sortenempfehlungen aus aller Welt" es vor mir getan hat, auf das so treffend passende Vorwort von Gerhard Bohl in seinem Sortenbuch des privaten Samenarchivs verweisen.

........vor etwa 10-15 Tausend Jahren begannen unsere Vorfahren Pflanzen kontrolliert anzubauen.Pflanzen die in freier Natur keine Überlebenschance haben.So entstand eine Symbiose zweier vollkommen unterschiedlicher Lebensformen...Die Nutzpflanzen brachten es zu einer Vielfalt, die sich nur in menschlicher OBHUTentwickeln konnte.Beide können nun voneinander unabhängig nicht mehr existieren.Seit der Industriealisierung der Landwirtschaft, staatlichen Eingriffen(eig. Anm. momentane EU Aktivitäten) und der Globalisierung der (Land-) Wirtschaft ist diese Vielfalt jedoch rapide zusammengeschmolzen........Unsere Existenz gerät dabei zum Spielball kommerzieller Interessen...

weitere Passagen des Textes von H. Gerhard Bohl werden Sie noch finden, so excellent finde ich seine Worte!

 

 

Über meine Aktivitäten in der mallorquinischen Tramuntana werde ich laufend berichten

in KW 44/45  2011 , nachdem also im Sommer die Unesco Welterbestätte  Zugehörigkeit  erfolgte, konnten wir bei bedecktem Wetter und anschließendem starken Regen die erste Wildtomatensorte erfolgreich aussäen.es handelt sich um eine recht robuste flachwachsende Varietät, die speziell für dieses Vorhaben schon getestet wurde und sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielte.Ein etwas verwildertes Gebiet auf dem Klosterareal , also inmitten der bekannten Pupplinger Au, diente als Testort.Es waren die verschiedensten Kleintiere und Vögel, die sich die Leckerbissen holten.

 

 

                     

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ein kleiner Meilenstein in meinem Leben konnte erreicht werden
Eine kleine handverlesene Samenmenge meiner Wildtomatenernte 2009
bestehend aus den Sorten Galapagos,Humboldtii,Golden Currant sowie meinem Liebling der Bolivianischen Obsttomate in Wildform

ist via Genbank des Leibnitz Institutes für Kulturpflanzenforschung in Gatersleben
auf dem Weg nach Spitzbergen in die Internationale Samenbank.

Wider die Büchse der Pandora!! Mai 2012 es gibt aktuelle Nachrichten  vom SGVS  www.seedvault.no

Leider sind zweifelhafte Sponsoren in Erscheinung getreten. Näheres beim Autor

 

der Himmel hat mir Kraft für die neue Herausforderung in 2010 gegeben
die Kultivierung von Wildtomaten aus Peru war sehr erfolgreich ( Uni Jena Laborbericht)

gerne können Sie jederzeit Saatgut-Anfragen sowie Fragen zum Thema Wildtomaten an mich richten(siehe Impressum)
in der Regel beantworte ich diese innerhalb kürzester Zeit.

 


der Anbau bei optimalen Bedingungen, also Licht , Temperatur und Feuchtigkeit

hier in der Klostergärtnerei Schäftlarn

macht den Anbau von gesamt ca 600 Pflanzen möglich.

ein wahrer Glücksfall für mich, daß ich hier in den Gewächshäusern, am Pflanztisch und im Freiland so schalten und walten kann wie ich es möchte.

Fühle mich hier richtig wohl, das spüren auch meine  anderen Pflanzen wie z.B.

Abelmoschus (kam auch in den Prälatengarten), Dill, Salate, Schnittlauch, Winterheckenzwiebel, Kohlrabi, Kapuzinerkressen, Ingwer, Weizengras usw.

Jetzt warten wir alle auf dauerhafte Frühlingstemperaturen


Durch gezielten Samentausch , u.a. mit Freunden aus einem Garten Forum, sowie mit
Ungarn und Österreich der Schweiz, Dänemark, Grossbritannien ,Canada,Russland,Alaska und den USA
konnten so bis April in verschiedenen Schüben seit Januar beginnend,
über 600 Pflanzen herangezogen werden.Nur eine Charge wurde komplett vernichtet,
da zu lange Stiele hervorkamen, d. h. sie vergeilten einfach wegen Lichtmangel

nach Österreich , in die Schweiz und Ungarn und Slowakei gingen auch Pflänzchen;
vorher schon eine Menge Saatgut an einen Züchter in Ungarn, der im Februar einen
Feuerschaden auf seinem Betriebsgelände hatte.

Ganz besondere Freude macht mir seit 5. Juni 2010 mein erstes Enkelkind
Sebastian Mika
bald wird auch er von OPA`s Tomaten naschen
Kinder wie die Zeit vergeht............,  Sommer 2011 jetzt rennt er mir schon davon und wir spielen Fussball

Jeder der für seinen Privaten Bedarf
 

Samen möchte, erhält diesen von mir
Anfragen mit beigefügtem Rück-Kuvert , werden binnen einer Woche erledigt
entweder präzisen Sortenwunsch an
Robert Hoser Bahnhofstr. 24 in 82515 Wolfratshausen

admin@rj-lycopin.de

                                                                                                                             

                                                                                                                             

                                                                                                                     

 

Schicken Sie mir einfach eine mail und ich schicke Ihnen nach Prüfung die aktuelle Tomatensamen-Liste 2012 zurück
als pdf Datei .
Inzwischen sind es über 1200 Sorten

aus fast allen Kontinenten dieser Erde;In allen Farben, verschiedensten Reifezeiten, für alle möglichen Verwendungszwecke,Anbaumethoden etc.
inzwischen auch ganzjährige Zimmertomaten, erprobte Hängetomaten, viele  Sorten Wildtomaten und auch "Unbekannte" von Forschungsreisen.

Anfrager mit berechtigtem Interesse werden diese Massnahme
als Notwendigkeit erkennen. Früher hatte ich die Sortenliste hier veröffentlicht
und leider haben sich viele an Samen bereichert, sie aber nie angebaut, bzw, habe ich kein feedback erhalten.Nur um in einer dubiosen Sammlerkiste zu verderben, dafür möchte ich mir die Arbeit des doch recht aufwendigen Verhütens der Blüte zum Bestäubungszeitpunkt und der Samenentnahme bei der Ernte nicht mehr machen!

Danke für das Verständnis

Nutznießer hiervon sind Teilnehmer an VHS-Kursen sowie Gartenbauvereine, meine Seminarteilnehmer,Bäuerinnen der Landwirtschaftsschule, Schulklassen-Projekte und wirkliche Sortenerhalter.So unterstütze ich u.a.   ein Erhaltungsprojekt in Kroatien. Pflege Kontakt zu den Natives (Indianer) auf Vancouver Island  und in den Staaten.Für diese sich aufopfernde Gruppe gebe ich alles an Samen was mir zur
Verfügung steht .Bei Interesse gern nähere Info über FCS ( Full Circle Seeds)

Die Schar derer, die sich für gesundes Gemüse viel Arbeit machen , wächst stetig; das ist mir Dank genug und Bestätigung meiner Arbeit hier in den Klostermauern der Benediktiner von Schäftlarn.Hab ja dort auch mit Frater Sigisbert einen erfahrenen "Lehrmeister" der mich fachkundig in viele Geheimnisse einweiht.

Sie können mich nach Terminabsprache  auch jederzeit besuchen.Ab Januar 2012  werden dann wieder Sortenwünsche für die Vor-Kultur von Tomatenpflanzen entgegengenommen.Die robusten abgehärteten Pflanzen können dann ab Mai abgeholt werden.Gerne berate ich Sie individuell bei der Sortenauswahl für Ihren Standort und Ihre Verwendungsvorhaben.

Hatte noch keinen Interessenten, der dann nicht auch sich für Wildtomaten ereifern ließ.Diese idealen Naschtomaten für Kinder stellen gerade in der heutigen Zeit einen wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung in Kombination mit dem Erlebniswert des Selberpflückens dar.


Heute am 29.März2010 stelle ich die aktuelle Bestandliste vor:
seit Januar wurden vorgezogen:Auriga,Aurora, Aurantiacum,Boy Boy,Balkonstar,Baselbieter Röteli,Black+Red Boar,Besser,Boars Hoof,Bajawa,Budai Torpe,Basket Vee,,Corbarino,CoastalPride,Colibri, Celsior,Cherrola,Cerise gelb,Ciliega,Don Juan,Golden Dwarf,Galapagos,Humboldtii,Hellfrucht,Jalapa, Jagodka,Jap.Golden Pear,Liguria,La Negra,Mobil, Mohammed,Marokko,Manitoba,Maiglöckchen,Nyagous,Oziris,Pendulina,Red Grape, Red Spoon,Red Zebra,Red Robin,Red Currant,Red Spoon,Red Cavern,Roter Rubinius,St. Pierre, Safari, St.Ignatius,Small Egg,Tiffen Mennonite, diverse Unterlagen,Varenblad, Vanessa,Vesenniji Mieurinski,WT filzig, Waltingers,White Currant,Weiße Schönheit,WT Peru,Winterkeeper,WT pink, YPS und 4 Star
das bedeutet tägliche Kontrolle , zwischendurch mit Schachtelhalm düngen, Urgesteinsmehl bei Blütenbildung streuen, Blüten abdecken zum Verhüten

und natürlich Gießen mit temperiertem Wasser, zwischendurch ein zweites und drittes mal Pikieren um für die großen Container vorzubereiten und und und
nicht zu vergessen die Dokumentation in Wort und Bild
eine kleine Nachsaat ist momentan beim Beizen-man weiß ja nie ob was passiert;
für eine Bekannte habe ich heute noch Paprika nachgesät und meine Hanni hat jemandem Zierhopfen versprochen.Kardonen sind grade am Auflaufen, Petunien auch noch in Nachsaat und heuer erstmals Gewürztagetes.
Asia-Salat ist schon pikiert, Pflücksalat ebenfalls, der Wild-Knoblauch treibt herrlich, die Petersilie auch, Basilikum in versch. Sorten in Tontöpfen werden viel verschenkt,gefragt ist der kleinblättrige aus Italien, sowie der rote als Unterbepflanzung
den Estragon habe ich vor einigen Tagen geteilt( nach 5 Jahren wieder einmal)und so sinds jetzt 7 Töpfe
die bis zur Spargelsaison pflückreif sein sollten.

also heißt es jeden Morgen-packen wirs an---Spaß machts ganz ganz viel
 

 


Der Tomatenkurs Pomodore II am 25.April 09 für die Volkshochschule Wolfratshausen,
nicht nur interessante stoffliche Themen, sondern auch mit Genuß genießen;
für die Mittagspause sind Ofentomaten und anderes vorbereitet.
Am Tisch stehen Aroma-Tomaten, Rukola-Sprossen, Telly-Cherry-Pfeffer aus dem Mörser und ZitronenBasilikum
Die VHS-Termine für 2010 stehen schon fest und werden demnächst unter der Rubrik Impressum zu finden sein.


Liebe Tomatenfreunde und Leser meiner homepage

die Keimversuche für 2010 sind im Großen und Ganzen abgeschlossen.
Mit vielen Gleichgesinnten (was den Sortenerhalt betrifft) habe ich Samen tauschen können, die Auswahl wird sozusagen von Tag zu Tag mehr;

Auch an dieser Stelle gilt mein Dank all denen, die sehr viel Zeit, Liebe und Engagement
in die Vielfalt unserer Kulturpflanzen stecken.
Möge auch 2011 ein Gutes Gartenjahr werden, damit wir für die nachfolgenden Generationen viel an Gen-Informationen unserer Pflanzen erhalten können, und gemeinsam dem Strom der überall sich breit machenden Kommerzialisierung im Bereich Saatgut (nenne hier ganz öffentlich die Machenschaften von M o n s a n t o )
neueste Bedenklichkeitzsstudie von Gen-Mais unter
http://www.bio-markt.info/web/Aktuelle_Kurzmeldungen/Gentechnik/GenMais/...

entgegentreten .

Einer kann nur wenig bewirken, viele jedoch eine sich anbahnende einseitige Entwicklung gewaltig bremsen!!

Danke

 


das Tomatenfieber hat mich erfasst ; so höre ich immer wieder aus den Zuschriften

ein echter V I R U S der gute Eigenschaften hat, so meint mein Haus- und Lungenarzt.

baue auch 2011 wieder im Auftrag und zum Zwecke der gesunden Ernährung die verschiedensten Sorten an. ca 35 braunschalige Tomaten zu Versuchszwecken mit dem Erfolg der Anthocyan -Erhöhung; weiter Wildtomaten, die als Unterlage zum Veredeln für Auberginenpflanzen dienen, sowie Tests zur

A R O M A - M A X I M I E R U N G

verschenke vom Ertrag alles was übrig ist,

werde heuer wieder für Freunde ca 500 Pflanzen großziehen .

Möglich durch eine Teilumsiedelung und Anzucht in die Klostergärtnerei Schäftlarn

Details hierüber siehe " Impressum"

 


Ganzjährige Zimmertomaten
eine Herausforderung
bisher sehr gute Ergebnisse
so fängts annach vielen Versuchen ist es gelungen die ideale Substratzusammensetzung, unter anderem Basalt-Bruch, herauszufinden.
Hier im Bild die Sorte Mohammed bei einem Versuch in Öko-Pots , selbstverottbar, bestehend aus Kartoffelstärke und Milchsäure


Saatgut ist Kulturgut ein traditionelles Erbe in Gefahr

 

Seit tausenden von Jahren haben Bauern und Gärtner auf der ganzen Erde alljährlich
einen sorgfältig ausgesuchten Teil ihrer Ernte aufbewahrt und bei den darauffolgenden Aussaaten wieder genutzt.Eigenes Saatgut war früher sogar überlebenswichtig, denn
Handelswege wie heute gab es noch nicht.Durch diese von Generationen überlieferte Tradition entstand in einem stetigen Anpassungsprozess an sich wandelnde Standorte und Bedürfnisse ein riesiger Kulturschatz an vitalen und robusten Regionalsorten.

 

Diese genetische Vielfalt ist unser aller kulturelles Erbe

Leider sind während meiner Generation in den letzten Jahrzehnten bis zu 90 % dieser
bewährten samenfesten Sorten mit ihrer breiten genetischen Ausstattung aus unseren Gärten und von unseren Feldern verschwunden.Viele Faktoren haben dazu beigetragen, daß es soweit gekommen ist.Der Patient E R D E lebt noch ,
ist aber schwerst erkrankt.
nun also ist es 5 Minuten vor 12
greifen wir gemeinsam ein in dieses Räderwerk von Machenschaften,retten wir unsere

 

 

M u t t e r E r d e

sichern wir den nachfolgenden Generationen Ihr tägliches Brot, ihre Nahrungsquellen,

ihr Überleben

abermals möchte ich H. Gerhard Bohl , passend an dieser Stelle zitieren:...die Fähigkeit das Erbgut von Pflanzen künstlich zu verändern hat ungeahnte Konsequenzen-nicht nur für das ökologische System, sondern auch für die Umverteilung ökonomischer Macht....alte Sorten werdenvon Industrie-Sorten verdrängt, die nur unter computergesteuerten Bedingungen wachsen.Spitze der Perversität sind Terminator-Pflanzen , die keinen keimfähigen Samen mehr ansetzen, damit sie ja niemand nachbauen kann(ohne dafür zu bezahlen).Ein indianischer Bauer würde sich kopfschüttelnd von unseren Kartoffel-Äckern abwenden:So etwas bekommen dort nicht einmal die Schweine!"!.

Warum essen(vorher natürlich anbauen bzw. kaufen) wir nicht das O r i g i na l  ohne Geschmacksverstärker?           WIR müssen es wollen!!

Die Natur ist derart einfallsreich, dass Gentechniker dagegen wie tollpatschige Waisenknaben erscheinen. Wer will kann die Kreativität der Natur auch im eigenen Garten erleben.Die Natur agiert nicht richtungslos, sie setzt keine Maßstäbe( eig.Anm.: jedenfalls uns verständliche) oder Zielvorgabenwie wir Menschen.Ihr ist alles recht.Einmal geschaffen muss eine neue Kreation in der Umwelt nur einen Platz finden-auch ohne Kampf.Eine Nische genügt.............

Schaffen wir der Natur in unserem Lebensraum solche Plätzchen.Unsere Nachkommen werden uns dankbar dafür sein.

BIO  könnte ja auch abgekürzt stehen für Bist  In Ordnung    meinen Sie nicht auch?

 

 

 


Nicht allein die persönliche Tatsache, dem eigenen Enkel zu schützen , wozu er noch

 

nicht fähig ist, sondern global für alle Mitmenschen, diese unsere Natur erhalten.

 

Es gibt keine zweite Chance.Jetzt müssen wir handeln und nicht mehr zögern!

 

Gemeinsam können wir es schaffen, werden wir es schaffen !

 


Das Aufgeben von Nutzgärten für die gesunde Ernährung der Familie, sowie der Tradition der eigenen Saatgutnutzung , haben hierzu ebenso beigetragen, wie die Verwendung neuer einheitlicher Hochleistungssorten( Gewinnorientierung steht an erster Stelle- der Mensch bleibt auf der Strecke!!)
Unter diesen neuen Saaten sind welche, die an maschinelle Ernteverfahren oder bestimmte Pestizide angepasst sind und auch Hybride, die nur im 1. Anbaujahr Höchsterträge bringen und von denen daher kein Saatgut genommen wird.
Wiederholte Streichungen aus den offiziellen Listen zugelassener Handelssorten führten bei vielen Kulturarten( Beispiel Kartoffel ist am gravierendsten) nahezu unbemerkt zu r fast vollständigen Verdrängung der samenechten Sorten.

Genetische Vielfalt sichert die Ernährung von Mensch und Tier, heute und in der Zukunft

In ihr liegt das Potenzial für Weiterentwicklung und regionale Anpassung der Sorten, auch im Hinblick auf den sich abzeichnenden Klimawandel mit allen seinen Folgen.

Hauptanliegen des VEN ist es daher, samenfeste Sorten in ihrer Vielfalt als Basis weiterer
Züchtung und Ernährung zu bewahren.
Weltweit, auch im eigenen Vaterland, schreitet ungestoppt die Monopolisierung auf dem Saatgutmarkt fort.Unsere gewählten Volksvertreter schauen tatenlos zu, wie vielfach regional arbeitende, kleine bis mittelständische Zuchtunternehmen der alten Bundesländer ums Überleben kämpfen.(Beispiel Winterroggen für die Region Franken)

Den größten Verlust an Sorten und Wissen in der deutschen Geschichte der Saatzucht aber verzeichnen wir durch die Abwicklung der Saatzuchtwirtschaft an den verschiedensten Standorten der damaligen DDR.Alle Errungenschaften einer eigenen Sortenentwicklung wurden damit abrupt gestoppt.

 

 

 



Dieses Schild im Schaugarten der Arche Noah in Schiltern /NÖ drückt genau das aus,
was ich mit meiner webside erreichen möchte:
Vielen Einzelnen Hobbygärtnern den Erhalt der Vielfalt ans Herz zu legen.
Packen wirs an-gemeinsam gehts besser!!
Sichern wir zusammen die Saat für kommende Generationen
 


Die Ernte 2010 beginnt; trotz all der ungünstigen Witterungseinflüsse im Frühjahr

beginne ich heute am 9.Juli 2010 mit der Ernte.

Nur meine Außenstelle in Miesbach bei Wally und Michi war schon 3 Wochen schneller,
wegen eines besonders vorteilhaften Wetterschutzes

Fast 25 Wochen sind vergangen seit der Aussaat Anfang Januar

der Gewinner in Wolfratshausen heißt

B A J A W A

diese aus Indonesien stammende rote Wildtomate kann durch Ihre Robustheit und
Ihren süßen Geschmack überzeugen.Gerne nimmt man die nur kleinen Früchte in
Kauf-die Menge gleicht das wieder aus.

Werde hier an dieser Stelle weiter berichten

 


Gerade in 2010 , dem internationalen Jahr derBio-Diversität, also dem Erhalt und

Schutz von Sorten, freut es mich, daß ich dem Wunsch der " Küche" nach einer weiteren

Sorte saftarme, bzw. saftlose Tomaten entsprechen kann.

Nach dem erfolgreichen Anbau der Don Juan in 2009 , ist also die schweizer Varietät

B ü h r er K e h l

prima gewachsen.
Die Uni in Jena, dort PD Dr. V. Böhm, hat natürlich auch gleich wieder Interesse angemeldet, um diese Sorte labormäßig zu untersuchen.Man möchte innerhalb des

Projektes Lycocard

herausfinden, inwieweit der Bestandteil Lycopin, an den Fruchtsaft gebunden ist.
Spannend was Dr. Boehm und seine Mitarbeiter von der AG bioaktive Pflanzenstoffe
anhand meiner optimal ausgereiften und dann erst geernteten Tomaten-Frischware
in 2010 wieder entdeckten.Sogar Zeaxanthin und hohe Werte an beta Carotin und Lutein
 



Nicht nur wilde Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht, es betrifft auch die alten Nutzpflanzen (weltweit ca. 30 000 versch.essbare Pflanzenarten)

nur zur Info: 150 Nutzpflanzen ernähren 5 Milliarden Menschen
davon sind Reis, Mais und Weizen eine der wichtigsten.

der V E N : Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt
mit Geschäftsstelle Ursula Reinhard Sandbachstr. 5 in 38162 Schandelah

e-mail:ven.nutz@gmx.de
www.nutzpflanzenvielfalt.de
bemüht sich seit mehr als 20 Jahren (Autor ist erst seit 2007 Mitglied)
dem Verlust samenfester Sorten etwas entgegen zu setzen.Das geht auch und vor allem in Hausgärten

Infos beim Autor oder der Geschäftsstelle!!

e-mail: dreschflegel-verein@gmx.net

 


Die Fernsehsendung " W wie Wissen" im ARD heute am 13. Juni 2010
nehme ich zum Anlass, auch hier auf meiner webside
einen kurzen Artikel zu schreiben.
Wie wichtig der Erhalt alter Tomatensorten gerade in der heitigen Zeit mit dem stattfindenden Klimawandel und all seinen Veränderungen, ist, wurde in einem Beitrag dieser Sendung ganz prima dargestellt.
Auf der Suche nach einer speziellen Tomatensorte für problematische Umfeldbedingungen, ist ein Mitarbeiter des VEN
auf die Sorte

R O T E R Z W E R G

gekommen. Diese Buschtomate (Stocktomate) mit sehr niedriger Höhe, also eine determinierende Sorte,hat schöne rote Früchte, etwas flachrund geformt, mit ca 60-80 Gramm Gewicht. Diese früh reifende Sorte ist sehr saftig.
Möglich ist der Anbau des Roten Zwerg auch auf einem Hügelbeet mit Strohunterlage
Der Rote Zwerg wurde oft nachgefragt.So viele Hobbygärtner möchten auch an exponierter Lage köstliche Tomaten kultivieren
 


Über die weitere Entwicklung meiner Wildtomaten zu berichten, habe ich mich entschlossen, Bilder wie diese, auf der Website des Tomaten-Atlas zu veröffentlichen
unter http://www.tomaten-atlas.de
stellen auch andere Tomatenkenner wie die Tatiana, Dr. Jürgen Klapprott, sowie Jens Prädel und Weihenstephan Ihr erarbeitetes Bildmaterial zur Verfügung

rechts am Rispenbeginn sehen sie den neuen ECO BIO Triebbügel aus Kartoffelstärke und Milchsäure also komplett verrottbar


Mit ein Grund warum ich Samen für Privatgärtner verschenke, steckt hinter dem
Gedanken
NUTZPFLANZENVIELFALT in Gefahr

der nachfolgende Yakon, wird zwar nicht aus Samen gezogen, doch wenn Jemand wirklich Interesse an Knollen hat, so kann er mich ja kontaktieren

die "Küchenbilder" der Ernte von 2012 finden Sie mitsamt Rezept unter der Rubrik  L U KU L L U S

 

so werde ich 2012 auch Yakon anbauen

jetzt im Winter 2011 freue ich mich über die Ernte von Rübstiel(auch Stielmus genannt)

ebenso ergänzt  der Verzehr von Winterportulak (auch Postelein Tellerkraut oder Kuba Spinat genannt),  der so einfach kultiviert wird, den Vitamin Bedarf der kalten Jahreszeit.

Beide Gemüse werden samt Stiel verzehrt.Stielmus nur 1 Min in Öl gedünstet, Portulak mit einer Vinaigrette und etwas gehackter Schalotte...köstlich

 

Über Jahrtausende wurden überall auf der Erde Kulturpflanzen geschaffen, die den jeweiligen Boden-+Klimabedingungen angepasst waren und nach den
Bedürfnissen des Menschen
geformt wurden(nicht wie heute nach dem Willen der Lebensmittelindustrie).
Mehr oder weniger züchterisch bearbeitet zählen weltweit etwa
30 000 verschiedene Pflanzenarten zu den essbaren Nutzpflanzen jedoch sind es heute hauptsächlich etwa 150, die die 5 Milliarden Menschen ernähren

News im August 2009
 

 

Eine Arche Noah für Kulturpflanzen – IPK Gatersleben beteiligt sich am Svalbard Global Seed Vault auf Spitzbergen

Dort wird für unsere Nachkommen eingelagert, was die Natur in Tausenden von Jahren an Evolution hervorbrachte.Gen- Ressourcen von unschätzbarem Wert nicht nur allein
für die Ernährung sondern auch für die Forschung.Bio-Genetik, human eingesetzt, wird künftig vielen Menschen auf der Erde einen Arbeitsplatz bieten.

Wer mehr über dieses Projekt erfahren möchte, kann gerne mit mir Kontakt aufnehmen.Gerne lege ich alle Daten offen und verschenke von meinem Samenbestand an Interessierte auf der ganzen Welt. Die Schöpfung, die wir kennen, ist nur ein Teil des Gesamt- Universums.Es ist Eigentum nicht nur Einiger, sondern

 

A L L E R
 


Die Industrialisierung der Landwirtschaft, die Züchtung von Hybridsorten, die nur sehr
eingeschränkt fortpflanzungsfähig sind, und die strengen Saatgutgesetze haben dazu
geführt, daß die Hochleistungssorten des Garten-+Landbaus den Markt beherrschen.

Freisetzungsversuche und Kultivierung gentechnisch veränderter Sorten bedrohen zunehmend unsere Kultur-+Wildflora.
Die Sortenzüchtungen und die Verbreitung der bedeutendsten Nahrungspflanzen unseres Planeten sind in den Händen von wenigen Saatgutfirmen.

Wer Näheres hierüber erfahren möchte, wende sich doch bitte direkt an mich ;
weitere Details würden den Rahmen dieser homepage sprengen.

Für 2010 werden noch Paten für alte Sorten gesucht
Sorten wie die Ochsenherz sollten erhalten bleiben
Anläßlich eines Workshops des Züchters Tom Wagner in Wien heuer, veröffentlichte das Arche Noah Magazin hierzu
Alte Sorten weiterentwickeln;Denkanstösse aufgreifen:Provokant formuliert:Starren wir zu sehr auf die Manifestationen vergangener Bedingungen, indem wir versuchen, alte Sorten unverändert zu erhalten?Sollen wir den Blick nicht weiter werden lassen, ihn mehr auf das Geschehen"zwischen den Zeilen", auf das" Veränderliche" richten?
Den abstrakten Begriff "Vielfalt" weniger als globale Summe unterschiedlicher Sorten verstehen, sondern eher als den Prozess, der zur Diversifizierung unserer Kulturpflanzen führt.Aus der Grenze zwischen "Erhaltung" und "Züchtung" die immer eine formale war, wird dabei ein Kontinuum.Welche Fähigkeiten, welche Rahmenbedingungen, welchen Mut brauchen wir, um diese Verantwortung für die Vielfalt zu übernehmen-neues zu schaffen, ohne dabei, wie es in der Vergangenheit geschehen ist, altes verloren gehen zu lassen?
(Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt +ihre Entwicklung)

ein tollesTomaten- Projekt in diesem Zusammenhang finde ich das der Schulklasse 9.2 der LMGin Köln-Porz

unter Leitung von Frau Adelheid Coirazza
besuchen Sie doch www.tomatenadel.de

Gerne bin ich Jedermann dabei behilflich, schützenswertes Saatgut zu organisieren,

und sei es im Extrem- und Ausnahmefall , auch über meinen Zugang zur Genbank der

IPK in Gatersleben.sowie NordGen in Schweden

 

Schließen Sie sich doch bitte dem Gedanken an, daß der Schutz der Pflanzenvielfalt auf diesem unserem Planeten, etwas ist, das wir unseren Kindern und Kindeskindern schuldig sind.Einer wie ich ,kann allein nur wenig bewirken, doch schon mit wenigen
Gleichgesinnten wird die immense Kraft des Willens spürbar und wirksam.
Danke für Ihre Mithilfe
der Autor
 


meine Sorte einer Stierherz 2011Name Bychye Serdtse

in 2012 möchte ich die weiße Ochsenherz kultivieren, mal sehen.....

2009 hat die Arche Noah 18 versch. Ochsenherz -Tomaten kultiviert, gesichtet und verkostet.Der Vergleichsanbau hat bemerkenswerte Ergebnisse hervorgebracht.
Michael Suanjak vom Sortenarchive berichtet:
 

die für Mitglieder +Förderer regelmässig erscheinende Zeitschrift informiert interessierte Hobby-Gärtner auf ideale Art + Weise mit fundierten news

 

Im August 2011 bin ich auf die Tomatenliebhaberin Frau Birgit Kempe  durch einen Zeitungsausschnitt aufmerksam geworden.

In Pesterwitz, einem Ortsteil der südwestlich von Dresden gelegenen sächsichen großen Kreisstadt Freital , kultiviert Sie herrliche Tomaten

http://www.salvia-pesterwitz.de/?content=tomaten

ein video hierzu unterhttp://www.dresden-fernsehen.de/default.aspx?ID=12209&showNews=818024

 

Lizenz zum Schrumpeln

Das EPA erhält das Patent auf die Schrumpeltomate aufrecht

das 1999 von den Israelis beantragte Patent wurde erteilt.Unter das Schutzrecht fallen somit die Tomaten mit ihren besonderen Eigenschaften, nicht aber das Verfahren mit der solche Pflanzen gezüchtet wurden.Gentechnik war nicht im Spiel, sondern gezieltes Kreuzen.Die Tomaten reifen also besonders lange am Strauch und sind somit für die Herstellung von Ketchup geeignet.

Sophia Guttenberger vom Umweltinstitut in München

meint, daß es generell falsch ist, Patente auf Leben zu geben.Durch Patentierung würden Lebewesen zu Waren herabgewürdigt und die

Ernährungssouveränität der verbrauchenden Menschen

hinter die Interessen der Saatgutkonzerne gestellt.Auch beim Bundesjustizministerium ist man nicht glücklich über diese Entscheidung, denn:

Nach deutschem Recht sind solche Patente auf Pflanzen und Tiere, die im wesentlichen mit biologischen Verfahren gewonnen wurden, seit 2013 unzulässig

etwa 290 ähnlichgelagerte Verfahren laufen derzeit am EPA.

Äußern Sie Ihre Meinung zu dieser Thematik; DANKE

 

Umweltfreundlicher Kreislauf

können Fische und Tomaten ein perfektes Paar werden? Aquaponik ist die Lösung!! noch nie davon gehört? dann fülle ich gerne eine Lücke und gehe ins Detail

Daß Tomaten und Fische, so verschieden die Elemente auch sein mögen , in denen beide gedeihen, dennoch ein prima Team werden können, beweist das Projekt

                                                                                           T O M A T E N F I S C H

diesmal haben Forscher des Leibnitz Institutes für Gewässerökologie + Binnenfischerei(kurz GB) in Berlin eine nahezu emissionsfreie Anlage entwickelt, die beides vereint

                                                                                 Fisch-  + Tomatenzucht

Wie das funktionieren kann, wie das Patent darauf, die Rekondensierung von Wasser, wie der Kreislauf von statten geht , darüber gibt Prof. Dr. Werner Kloas, Abteilungsleiter

Ökophysiologie + Aquakultur sowie Professor für Endokrinologie an der Humboldt-Uni Berlin Auskunft.

Hier zitiere ich aus einem Artikel , erschienen in der August-Ausgabe von alverde einer sehr informativen Zeitschrift des Drogerie Marktes dm

Tomatenfisch so heißt das erfolgreiche Forschungsprojekt des IGB, mit dem Ziel, unsere Nahrungsmittel ressourcenschonend zu erzeugen

(Querverweis  zum Bericht von Silke Franke Dipl.Geographin München,Ressourcen ein globales Thema, sowie Christian Ruck umweltpol. Referent CDU/CSU Berlin

beide erschienen in Politische Studien 444 Ausgabe Juli/aug.2012 ISSN 0032-3462 der Hanns Seidl Stiftung)

so kamen Tilapia Barsche und Tomaten zusammen.es wird also Gemüse und Fisch gleichzeitig  ,und zwar äußerst effektiv ,zusammen in einer Anlage erzeugt.

Fische gehören zu den besten Futterverwertern und verursachen sehr wenig CO² -Emissionen

so entstand für das Projekt der Fachbegriff Aquaponik bestehend aus den Worten Aquakultur für Fische und Hydroponik , einer besonderen Form von Gemüsezucht .s. dazu eigener Bericht des Autors zum Substrat Steinwolle etc.)

Aquaponik macht die Stadt zur Farm

Frischfisch vom Dach

Jeder Supermarkt könnte die Ware für die Fischtheke selbst heranzüchten. Im Angebot wären dann zwar nur noch Tropenfische, doch erntefrische Tomaten und Gurken gäbe es gleich dazu. Aquaponik heißt die Fischzucht der Zukunft. Sie funktioniert auch dort, wo das Meer weit weg ist - auf Parkhausdächern etwa.

Aquaponik, das ist die Kombination von Aquakultur und Hydroponik, der Pflanzenzucht im Wasser. Konkret kann das so aussehen wie bei der Berliner Firma Efficient City Farming, kurz ECF: unten ein Überseecontainer, in dem die Fische in Wassertanks schwimmen, darauf ein Gewächshaus, in dem das Gemüse in Hydrokultur gedeiht. Durch einen fast geschlossenen Wasserkreislauf sind beide Teile miteinander verbunden. Was die Fische ausscheiden, gelangt als Dünger zu den Tomaten im Stockwerk darüber. Die Pflanzen reinigen das Abwasser aus der Fischzucht, indem sie den Dünger aufnehmen, und so ist der Kreislauf hergestellt. Die Vorteile erschließen sich unmittelbar. Christian Echternacht von ECF bringt sie gegenüber n-tv.de auf den Punkt: "Das Wasser kann doppelt genutzt werden", sagt er. "Auf diese Weise werden in unseren Farmen Wassereinsparungen von bis zu 50 Prozent erreicht."

Ultralokal und superfrisch

Und das ist nicht das Einzige, was an dem Konzept fasziniert. Beim Anblick des Aquaponik-Prototypen auf dem Gelände von ECF könnten Selbstversorger ins Schwärmen geraten. Die Vorstellung vom selbst gezogenen Gemüse, das neben dem gerade gefangenen Fisch auf dem Mittagstisch landet, ist verlockend. Eine Containerfarm im Hinterhof oder auf den angrenzenden Garagendächern scheint die ideale Lösung zu sein. Doch diese Träume – ein Wermutstropfen – muss Echternacht im Keim ersticken: "Eine Rentabilität erreichen Farmen erst ab einer Größe von mindestens 600 Quadratmetern", sagt er. Für Selbstversorger also lohnt sich das System nicht.

ECF sieht eher Supermärkte und Gastronomie als Klientel. Und falls die Gebäudedächer nicht für hohe Traglasten ausgelegt sind, sollen die Aquaponik-Farmen über Kundenparkplätzen schweben. "Wir können unsere ECF Stadtfarmen auf drei Meter hohen Stelzen errichten, sozusagen als Parkplatzüberdachung", beschreibt Echternacht die Vision. Dass ECF damit Erfolg haben wird, liegt für ihn auf der Hand: "Unternehmen werden immer häufiger ihr eigenes Gemüse in der Stadt produzieren. Es gibt eine große Nachfrage nach lokal und transparent angebautem, superfrischem Bio-Gemüse und –Fisch."

Tatsächlich liegen Aquaponik-Systeme voll im Trend. Sie bieten eben, wie Echternacht es formuliert, "den ultralokalen Anbau von Gemüse und Fisch". Und das bedeutet nicht nur Frische, sondern ist auch klimafreundlich: Transportkilometer und Kühlketten fallen ebenso weg wie Pestizide, der Wasserverbrauch ist gering, die Produktionsbilanz beinahe CO2-neutral. Denn das CO2 der Fische wird von den Pflanzen gebunden. Bei der Aquaponik geht es um Nachhaltigkeit.

Technik und Energie haben ihren Preis

Das System hat jedoch auch seine Nachteile: allem voran die Kosten. Die sind sowohl beim Aufbau als auch bei laufendem Betrieb sehr hoch. Allein das Container-System in Größe des Prototypen schlägt in der Anschaffung mit 35.000 Euro zu Buche. Die nicht viel größere, aber technologisch weitaus aufwändigere Aquaponik-Forschungsanlage des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) kostete gar mehr als eine halbe Million Euro. Für kommerzielle Zwecke, so Echternacht, "hängen die Investitionskosten von den jeweiligen Gegebenheiten des Standortes, der Infrastruktur und der Größe der Stadtfarm ab."

Einmal in Betrieb, ist es vor allem der Energieverbrauch, der die Kosten in die Höhe treibt. Während der Wasserbedarf gering ist – bei Container-Größe schwankt er je nach Verdunstungsmenge zwischen 0 und 100 Litern am Tag –, muss Strom in großen Mengen fließen. Wasserpumpen und Heizstäbe verbrauchen zwischen 500 und 1400 Watt – pro Stunde. Wie viel Strom letztlich insgesamt nötig ist, hängt von Jahreszeit und Klima ab. "Wir arbeiten derzeit an der Anbindung von Photovoltaik und Windenergie zur Deckung des Energiebedarfs", sagt Echternacht. Denn natürlich soll der Stromverbrauch umweltverträglich gestaltet werden. Günstiger sind aber auch diese Varianten nicht.

Keine Transportwege, hohe Effizienz

Dennoch könnte die Rechnung aufgehen: "Das Geheimnis liegt im Wegfall der Transportwege und der hohen Ressourceneffizienz der Aquaponik-Anbausysteme", erklärt Echternacht. "Ein Bauer liefert immer erst an den Zwischenhändler und bekommt nur einen Bruchteil dessen ausgezahlt, was die Tomate später im Laden kostet. Diese Zwischenhändlermargen für Transport, Kühlketten und Lagerung nimmt der Betreiber einer Stadtfarm selbst ein."

Und die Erträge sind gut. In der Mini-Version auf Container-Basis schwimmen zweihundert Fische. Das Gewächshaus im e

Dass das Gemüse nach Fisch oder aber wässrig schmecken könnte, ist eine unbegründete Sorge. "Unser 'Frisch-vom-Dach-Gemüse' hat einen hervorragenden Geschmack", sagt Echternacht. "Schließlich können wir die Nährstoffzufuhr durch das fließende Wasser genau kontrollieren." Auch Bernhard Rennert vom IGB bestätigt: "Die Tomaten schmecken viel aromatischer als andere Gewächshaus-Tomaten. Das Gemüse muss ja nicht geerntet werden, bevor es reif ist, denn es muss nicht verschickt werden. Schon das macht einen Unterschied. Und dann werden die Tomaten nicht künstlich gedüngt, sondern eben mit den Ausscheidungen der Fische. Damit schmecken die Tomaten tatsächlich würziger."

Das IGB hat die ECF-Container-Anlage mit aufgebaut und ein ganz bestimmtes Aquaponik-System entwickelt: Über ein Einweg-Ventil gelangt nährstoffhaltiges Wasser aus der Fischzucht genau dann zu den Pflanzen, wenn dort die Nährstoffe aufgebraucht sind. Aber es fließt kein Wasser vom Gemüse zurück zu den Fischen. "Die Pflanzen brauchen einen möglichst geringen pH-Wert, in der Fischzucht aber muss der pH-Wert bei 6 oder höher liegen", erklärt Rennert den Vorteil des Einweg-Ventils. "Bei den Pflanzen können wir den pH-Wert zum Beispiel durch die Beigabe von Salpeter senken. Damit beeinflussen wir dann aber nicht die Fische. Und auch das Kalium, das die Pflanzen vielleicht brauchen, kommt nicht bei den Fischen an." Auf das Einweg-Ventil hat das IGB ein Patent, ebenso auf die Wasserrückgewinnung: Das Wasser, das im Gewächshaus der Forschungsanlage verdunstet, wird aufgefangen und dem Gesamtsystem wieder zugeführt.

Das Berliner Institut betrachtet Aquaponik vorwiegend unter ökologischen Gesichtspunkten, weniger unter ökonomischen. Im Vordergrund steht für die Wissenschaftler, Aquakultur sauberer zu gestalten. Denn oft geschieht es, dass Gewässer dabei stark verschmutzt werden. Nicht aber in der Aquaponik, wo Pflanzen außerhalb des Gewässers die Abfallprodukte der Fische direkt verwerten.